Kraken & Co   

 

Home
Gefährliches OZ
Krokodile
Schlangen, Spinnen & Co.
Haie
Die Haifamilie
Beutel + Fledertiere
Kraken & Co
Fotos-Ostküste
Fotos-N.T
Uluru
Reisebericht Ost- Küste
Oz Slidshow
Reisebericht NT.
Reiseberichte WA
Nützliche Tipps
Outdoor-Rezepte
Virusinfektionen
Karten & Infos
Gästebuch
e-Mail
Link's
    

 

 

Der Blauring-Kraken

Ihr Verbreitungsgebiet ist der westliche Pazifik zwischen Australien und Südostasien. Sie sind eine kleine Krakenart mit etwa 10 Unterarten dessen Armlänge etwa 6-9 cm beträgt Ihre Körperfärbung ist Ockergelb über dem Körper verteilt sind leuchtendblaue  Ringe welche auch zur Namensgebung beigetragen haben, diese sind jedoch nur selten zusehen, wenn sich die Kraken ungestört fühlen. Die Blauenringe sind eher eine Warnung für potenzielle Angreifer.

 

Menschen und hier vor allem Kinder werden auf den kleinen Kraken meist bei Ebbe in den dort entstandenen Gezeitentümpeln aufmerksam, wo er auf der Jagt nach Krabben ist. Da Kinder gerne alles in die Hand nehmen zumal, wenn es so schön aussieht wie dieser kleine Kerl, können sie schnell zum ungewollten Opfer werden. Auch kommt es immer häufiger vor das Menschen gebissen werden weil sie versuchen den Kraken für ein Foto zu ärgern damit dieser seine schöne Färbung zur schau stellt.

Alle Kraken jagen auf ähnliche weise Ihre Beute meist Krabben und Krebstiere werden blitzschnell mit den Fangarmen gegriffen, sogleich wird die Beute zum Maul gezogen, um dann mit dem kräftigen Hornschnabel ein Loch in den Panzer zu beißen. Nach dem ein Loch im Panzer des Opfers gebissen wurde spritzt der Krake Speichelflüssigkeit in die Wunde die Beute wird daraufhin in wenigen Sekunden gelähmt. Der Speichel des Blauring- Krake  tötet die meisten Beutetiere binnen weniger Sekunden. Das Gift wird nicht nur allein vom Kraken selber gebildet sondern auch durch verschiedene symbiotischer Bakterien die sich in den Speicheldrüsen angesiedelt haben.

Dieses Gift das Terodoxin ist so stark das es einen erwachsenen Menschen in wenigen Stunden durch Atemlähmung töten kann. Nach einem Biss tritt eine totale Lähmung des Organismus ein. Das Opfer bleibt jedoch bis zum Atemstillstand ausgelöst durch die Lähmung der Lungen bei vollem Bewusstsein. Es soll schon einige Fälle gegeben haben wo eine Künstliche Beatmung den Patienten gerettet haben soll.

Das Terodoxin wird von der Mutter bereits auf die Eier übergeben wodurch schon das Gelege einen hervorragenden Schutz vor Fressfeinden aufweist.

Forscher an der Universität Melbourne haben nachgewiesen, dass alle Tintenfische giftig sind, da alle vom selben giftigen Urahn abstammen. Dieser habe sein Gift an alle Nachfahren vererbt, wenngleich sich diese im Lauf der Jahrmillionen zu sehr unterschiedlichen Arten entwickelt hätten.

Aufschluss über die Giftigkeit gaben Gewebeproben von Kopffüßlern aus Hongkong, aus dem Korallenmeer, aus dem Great Barrier Reef sowie aus der Antarktis. Ein Vergleich ihrer Gene, die für die Giftproduktion zuständig sind, zeigte die Existenz eines gemeinsamen giftigen Urahns. Das Set der Giftproteine habe sich im Laufe der Evolution bei jeder Art anders weiterentwickelt, lasse aber noch einen gemeinsamen Urahn erkennen, schreibt Bryan Fry im „Journal of Molecular Evolution“.

In weiteren Forschungen soll nun ermittelt werden, warum derart unterschiedliche Arten giftiger Tiere über derart lange Zeit auf dieselbe Zusammensetzung von Giftproteinen setzten, und welche physische oder chemische Eigenschaften diese für den Giftgebrauch empfänglich machten.

 

Ich habe von einem Opfer aus Sydney gehört welches nach etwa 2 Stunden an dem biss des Blauring- Krake gestorben ist.

Zu den Arten der Gattung Hapalochlaena (Blauring-Kraken) gehören etwa zehn Arten, von denen einige hier in Kürze geschildert werden sollen.

Hapalochlaena lunulata (Großer Blauring-Krake).

Mit einer Größe von ca. 12 cm Länge, davon 7 cm Fangarme, gehört dieser Krake zu den größeren Vertretern der Gattung. Hapalochlaena lunulata ist im tropischen Westpazifik von den Philippinen bis Indonesien und von Papua Neuguinea bis nach Vanuatu verbreitet. Dort bewohnt diese Art Korallenriffe und jagt nach Krebstieren und kleineren Mollusken.

Im erregten Zustand erscheint der Körper des Kraken gelblich mit großen leuchtend blauen Ringen mit schwarzem unscharfem Hof. Manchmal ändern die Kraken aber ihre Farbe auch willentlich, was die Beschreibung etwas erschwert. Beim Versuch, sich zu paaren, steigt das kleinere Männchen auf das Weibchen und lässt sich einige Zeit von ihr mittragen. Während dessen versucht er, seinen Hectocotylus in ihre Mantelhöhle einzuführen. Dies erscheint eine kluge Strategie zu sein, da sie ihm überlegen ist, und es auch damit enden kann, dass das Männchen gefressen wird, sollte sie seine Annäherungsversuche falsch verstehen.

Hapalochlaena fasciata (Südlicher Blaustrich-Krake).

Dieser Krake wird ungefähr so groß wie die zuvor geschilderte Art, seine Färbung unterscheidet sich aber etwas von dieser - der Mantel und der Eingeweidesack des Kraken sind nicht mit Ringen, sondern mit charakteristischen blauen, schwarz umgrenzten Strichen gezeichnet. Der Eingeweidesack ist oftmals zu einem Zipfel ausgezogen. Das Verbreitungsgebiet dieser Art liegt in den subtropischen Gewässern Ostaustraliens.

Dieser Krake ist ein Bewohner von Felsriffen und -küsten und kann bei Ebbe auch in Gezeitentümpeln gefunden werden. Es gibt einen belegten Todesfall in Sydney, der auf das Konto dieses Kraken geht, was wohl damit zusammenhängt, dass der Krake sich öfter in Küstennähe aufhält.

Hapalochlaena maculosa (Südlicher Blauring-Krake).

Diese Krakenart hat eine ähnliche Größe wie die zuvor genannten, jedoch anstatt einer Strichfärbung eine charakteristische Ringmusterung mit dickwandigen kleinen blauen Ringen. Ähnlich wie der Blaustrichkrake ist dieser ein Küsten- und Riffbewohner (bis 50 Meter). Am Strand verstecken sich die Kraken auch oft in herumliegenden Dosen und anderem Strandgut, um nachts nach Krabben zu jagen. Der Südliche Blauring-Krake hat einen funktionslosen Tintenbeutel und kann daher zur Verteidigung keine Tinte einsetzen. Angesichts von Gift und Warnzeichnung ist dies vielleicht auch gar nicht nötig.

 

 

Hydroiden

Hydroiden sind Verwandte der Korallen, Quallen und Anemonen. Man findet sie häufig in Kolonien, wobei Hydroidenindividuelle Polypen spezifische Funktionen inne haben, z.B. Ernährung und Vermehrung.

Winzige Stechzellen ermöglichen den Planktonfang. Berührung mit nackter Haut kann ernsthafte Stechwunden hervorrufen. Oft ist der Stich nur leicht spürbar, kann aber intensiven, wochenlang anhaltenden Juckreiz erzeugen. Kratzen kann zu offen Wunden führen und weiterer Kontakt mit Salzwasser, zu Entzündungen.

 

 

Dornenkronenseestern

Ursprünglich beschrieben von dem Biologen Rumphius im Jahr 1705, aber 1758 von Linneaus mit dem wissenschaftlichen Namen Acanthaster planci betitelt, gehört dieses Tier zu den Stachelhäutern.

Der DornenkronenseesternDornenkronenseestern besitzt zwischen 6 und 23 Arme, ausgewachsene Tiere erreichen einen Durchmesser von 30-40 cm, in seltenen Fällen aber auch mehr als 70 cm. Die Oberseite der Tiere ist mit zahlreichen, 4-5 cm langen, spitzen Stacheln besetzt. Diese Stacheln enthalten giftige Substanzen und können beim Menschen schmerzhafte Wunden in Verbindung mit Lähmungen, Erbrechen und starke Gewebeschwellungen verursachen. Die Färbung der Tiere ist recht unterschiedlich und hängt wahrscheinlich von der aufgenommenen Nahrung ab. In Australien im Great Barrier Reef sind sie beige, grau und rot, in Thailand und auf den Malediven sind sie blauviolett und auf Hawaii grün und rot. Unfälle treten meist nur bei einer großen Population statt, wobei dann auf die Tiere getreten wird oder diese angefasst werden.

Der Dornenkronenseestern zählt zu der Gruppe von Riffbewohnern, die sich von Korallen ernähren. Treten die Tiere in Massen auf, können sie Korallenriffe ganz erheblich schädigen. In Australien wurden durch Acanthaster planci zwischen 1963 und 1970 circa 250 qkm des Great Barrier Reefs bloßgelegt, allein auf Green Island wurden bis in 40 m Tiefe 80% der Korallen zerstört.

 

 

Kegelschnecke

Kegelschnecken sind Bewohner flacher Gewässer und Riffe des tropischen und subtropischen Indopazifik. Die nachtaktiven Tiere sindKegelschnecke auf Grund ihres Aussehens ein begehrtes Sammelobjekt. Über einen komplizierten Giftapparat können sie jedoch mit Neurotoxinen beladene Pfeile, die mit Widerhaken versehen sind, in ihr vermeintliches Beutetier harpunieren und dabei auch Kleidungsstücke durchdringen.

Symptome:

Bei Menschen kann der Kontakt mit diesen Pfeilen nach wenigen Minuten Taubheitsgefühle in der betreffenden Region ggf. Lähmungen auslösen. Unter die bekannten Lähmungserscheinungen fallen Sprachschwierigkeiten, Schluckbeschwerden, Atemlähmungen und Bewusstlosigkeit.

Erste Hilfe:

Druckverband und Ruhigstellung des betroffenen Körperteils sind angeraten. Es gibt noch kein spezielles Heilmittel gegen dieses spezielle Gift. Die betroffene Person muss unmittelbar in ärztliche Behandlung/ Klinik überführt werden; bei Atemstillstand sofort Beatmung vornehmen.

 

Steinfisch

Steinfische machen ihrSteinfischem Namen alle Ehre, sehen einem Stein zum Verwechseln ähnlich. Gefahr für alle barfuss laufenden Badenden. Der Steinfisch verfügt über eine optimale Tarnung gegenüber möglichen Feinden und ein enormes Waffenarsenal. Er ist buchstäblich bis an die Zähne bewaffnet, sein Körper starrt vor Stacheln (ca. 72 Stück, davon 18 Giftspritzen). Die Giftstacheln sind die kräftigsten und stabilsten und befinden sich genau an der Stelle, an der ein Strandwanderer oder ein Taucher auf den Fisch tritt oder sich daran hält, da er ihn für eine Korallenstück hält. Durch den Druck wird das Gift in die Stichwunde gepresst.

Symptome:

Rasch einsetzender, extrem starker, brennender Schmerz. Blasenbildung an der Einstichstelle, Übelkeit, Fieber, Erbrechen, Durchfall, teilweise Lähmungen, Herz- Kreislaufstörungen, Kollaps, Atemlähmung, Tod durch Herzversagen.

Erste Hilfe:

Wunde sofort mit Meerwasser ausspülen. Wenn vorhanden die betroffene Stelle in heißes Wasser eintauchen, um den Schmerz zu lindern (durch die Hitze gerinnt das Eiweiß und die Ausbreitung des Gifts wird verzögert). Eventuelle Stachelspitzen entfernen. Körperteil hochlagern. Sofortige ärztliche Betreuung!

Eine Injektion von Buscopan oder Kaliumpermanganat oder besser Emetinhydrochlorid in die Stichstelle behebt die Schmerzen blitzartig, wenn sie innerhalb der ersten viertel bis halben Stunde verabreicht wird. Emetinhydrochlorid neutralisiert das Gift und führt zu einer wesentlichen Besserung auf Dauer. Bei schweren Symptomen kann - falls vorhanden - Steinfisch-Antiserum verwendet werden. Das Antiserum ist nur in Australien erhältlich, kann aber zu schweren allergischen Reaktionen führen.
(das sollte jedoch nur ein Arzt machen)

 

      

 © by hoernchen

 Es wurden als Grundlage für diese Seite div. Fachbücher zur Hilfe genommen. Diese Informationen sollen zum Schutz und Erhalt der Tiere dienen.

z.B.

Survival in the Australian Outdoors von Doug Ainslie's

div Bücher von Rüdiger Nehberger

Und einige kleiner Broschüren die es beim Fahrzeugvermieter gratis dazu gab.

Ich betone nochmals keinerlei Finanziellen Interessen mit meiner Web- Seite  zu verfolgen.