Haie

Ich möchte hier für den Schutz und Erhalt dieser einzigartigen Tiere aufrufen. Sie haben  ihren Platz in einer ökologischen Nische gefunden in der der Mensch nur Gast ist.

 

Haie die bedrohten Räuber!

Durch die immer größer werdende Beliebtheit der fernöstlichen Küche werden Sie für die Herstellung von Haifischflossen-Suppe gejagt.
Jahr für Jahr werden schätzungsweise 100 Millionen Haie gefangen, Das sind 3 Stück pro Sekunde. Nur um Ihnen die Flossen abzuschneiden und dann die meist noch lebenden Tiere zurück ins Meer zu werfen wo Sie dann qualvoll ersticken.

 

 

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Wenig ist bekannt über die Ur-Geschichte und die Vorläufer der heutigen Haie. Das grundsätzliche Problem: Da Haie statt mit einem Knochenskelett nur mit einem Knorpelgerüst ausgestattet sind, bleiben bei Fossilienfunden meist nur die Haizähne übrig. Zu wenig, um sich ein umfassendes Bild zu machen.
Fakt ist allerdings: Im Zeitalter des Devon vor rund 400 bis 350 Millionen Jahren werden die bis dahin dominierenden Panzerfische von den Knorpelfischen verdrängt. Der erste "echte" Knorpelfisch: der Cladoselache, der allerdings wohl zuerst im Süßwasser auftrat und erst später die Meere bevölkerte.
Auch im Folgezeitalter, dem Karbon - bis vor etwa 290 Millionen Jahren - durchstreifte der Cladoselache die Weltmeere. Mehr und mehr traten in dieser Zeit aber auch andere Haiarten auf, einige mit einem oder mehreren Stacheln auf dem Kopf ausgerüstet, die vermutlich der Verteidigung dienten. Denn da zu Zeiten des Cladoselache schon weitaus größere Meeresräuber die Ozeane bevölkerten nehmen Wissenschaftler an, dass die heutigen Jäger zur damaligen Zeit vielfach selbst die Gejagten waren.
Der Weg zum "Megalodon" - dem "klassischen Ur-Hai"
In den Folgezeitaltern Perm, Trias und Jura sollten Cladoselache & Co. nach und nach von der Bildfläche verschwinden und von anderen Knorpelfischen verdrängt werden. Diese näherten sich mehr und mehr den heutigen Haien an: verbesserte Schwimmfähigkeit durch veränderte Flossen, Analflosse und paarige Geschlechtsorgane (Klasper) bei den Männchen, wie sie auch heute noch vertreten sind.
Ein herausragender Vertreter dieser "Hochphase" der Haie war der Megalodon (wissenschaftlicher Name: Carcharodon megalodon). Er lebte vor rund 25 bis fünf Millionen Jahren. Allerdings gehen Wissenschaftler aufgrund jüngerer Fossilienfunde davon aus, dass auch vor rund 12.000 Jahren noch Exemplare gelebt haben könnten.
Anhand der Fossilien- und vor allem der Zahnfunde vermutet man, dass ausgewachsene Tiere über zwölf Meter lang waren und bis zu 15 Tonnen gewogen haben. Gebissfunde lassen darauf schließen, dass ein Megalodon wohl problemlos einen stehenden Menschen vertilgen konnte. Allerdings: direkt verwandt mit Weißen Haien ist der Megalodon dennoch nicht. Seine Zahnform ordnet ihn in eine andere Haifamilie ein.                                                                                                   

Alle Haie, die dem Menschen gefährlich werden können gehören zu der Überordnung der Echten Haie (Galeomorphii). Die Gefahr von Haiangriffen wird oft übertrieben dargestellt; so ist die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden weitaus höher als die Gefahr einer Haiattacke. In einem Jahr registriert man durchschnittlich 100 Haiangriffe; ungefähr 5 bis 10 davon enden tödlich. Viele dieser Angriffe sind das Ergebnis folgender Faktoren:

Belästigung durch den Menschen:  Bei Grundbewohnende Haien kommt es gelegentlich vor das Badende gebissen wenn diese auf sie treten.

Auch werden Taucher gelegentlich Opfer solcher Attacken Besonders deutlich wird dies beim Grauen Riffhai (Charcharhinus amblyrhynchos), dessen mit gesenkten Brustflossen schwimmendes Warnverhalten bei Nichtbeachten oft schon zu Unfällen geführt hat.

Obwohl viele Menschen bei Haiangriffen fast automatisch an einen weißen Hai denken, so ist doch in Wirklichkeit der Bullenhai (Charcharinus leucas) für die meisten Attacken verantwortlich. Unter anderem liegt das daran, dass diese Haie oftmals die Flüsse herauf schwimmen und dort wochenlang verweilen (Amazonas, Nicaraguasee, Sambesi und Flussmündungen an der Australischen Küste ).
Zusätzlich zu dem Großen Weißen Hai (Carcharadon carcharias) und dem Bullenhai (Carcharhinus leucas), haben bereits Weißspitzen-Hochseehaie (Carcharhinus longimanus) und Tigerhaie (Galeocerdo cuvieri) Menschen nachweislich getötet. Die meisten Angriffe geschehen im Pazifik.
Weitere zehn Arten haben den Menschen bereits gebissen, jedoch ohne tödlichen Ausgang. Zu diesen Arten zählen unter anderem der Makohai (Isurus spec.), der Seidenhai (Carcharhinus falciformis), der Zitronenhai (Negaprion brevirostris) oder auch der Hammerhai (Carcharhinus falciformis). Nicht diesen Arten zuzurechnen ist, mit Ausnahme der australischen Gattung, der Ammenhai, da dieser niemals von sich aus Menschen angreifen würde.

 

Der Weisse Hai

Allgemeines Erscheinungsbild:
Hydrodynamischer, spindelförmiger Körper mit spitzer Schnauze und relativ kleinen, sehr dunklen und an der Kopfseite positionierten Augen, ohne Nickhaut.
Breites, leicht rundes Maul (von vorn gesehen) mit auffallend dreieckigen, gesägten Zähnen.
Sehr große Kiemenspalten und lange Brustflossen.
Beginn der ersten Rückenflosse über den freien Enden der Brustflossen. 2. Rückenflosse sehr klein, Ansatz liegt vor der Analflosse.
Homozerke (symmetrisch geformt) Schwanzflosse und breite Kiele auf dem Schwanzstiel. Kein Interdorsalkamm.
Färbung:
Blau-graue bis grau-braune Rückenfarbe, oft auch Bronzefarben mit auffallend weißem Bauch, wobei der Übergang sehr abrupt sein kann.
Schwarzer Fleck an der hinteren Achse der Brustflossen.
Unterseite der Brustflossen meist mit dunklen Spitzen.
Färbungsmuster über den Kiemen ist bei jedem Tier unterschiedlich und kann als individuelles Identifikationsmerkmal verwendet werden.
Verbreitung:
Weltweit in gemäßigten Regionen, aber auch in subtropischen und tropischen Meeren (doch dann nur im Winter) zu finden.
Westlicher Atlantik: Neufundland bis Florida, Bahamas, Cuba und nördlicher Golf von Mexiko, Brasilien und Argentinien.
Östlicher Atlantik: Südengland, Frankreich, Senegal, Ghana, Zaire.
Mittelmeer. Südafrika, Seychellen, Rotes Meer.
Westlicher Pazifik: Sibirien, Japan, Korea, China, Philippinen, Australien (ohne nördliche Regionen), Tasmanien, Neuseeland, Neukaledonien.
Zentralpazifik: Marshall Inseln, Hawaii.
Östlicher Pazifik: Golf von Alaska bis zum Golf von Kalifornien und Panama bis hinunter nach Chile.
Biologie:
Weiße Haie halten sich bevorzugt über den Kontinentalsockeln, aber auch an deren Abhängen auf. Man findet sie sowohl unmittelbar unter der Wasseroberfläche, als auch über dem Boden in größeren Tieren (maximale Fangtiefe bis dato liegt bei 1280m).
Bedingt durch ihr Fressverhalten findet man sie oft in der Nähe von Seehund- und Seeelefantenkolonien (Südaustralien, Südafrika, Kalifornien), entsprechend halten sie sich nicht selten nahe am Ufer auf.
Diese Art stellt den eigentlichen Superräuber dar. Kein anderer Hai ist mit diesem Tier vergleichbar. Obwohl sie normalerweise eher langsam schwimmen, sind sie in der Lage auch schnellste Tiere wie Makohaie, Thun- und Schwertfische oder auch Delphine zu erbeuten.
Weiße Haie sind entgegen vielen anderen Haiarten nicht eigentlich kaltblütig (Körpertemperatur entspricht der Wassertemperatur), sondern besitzen ein spezielles Netz von Blutgefässen, das es ermöglicht, eine erhöhte Körpertemperatur aufrecht erhalten können (zwischen 10-15°C über der Wassertemperatur). Dieses Netz findet sich vorwiegend in den Flanken der Tiere, aber auch um die Augen (schnelle Adaptation und Fokussierung möglich), sowie um das Gehirn herum.
Gerade die Augen und die Nase sind bei Weißen Haien, verglichen mit anderen Haiarten, überdurchschnittlich entwickelt. Weiße Haie sehen farbig. Die erhöhte Körpertemperatur ermöglicht aber nicht nur eine schnellere Schwimmweise, sondern befähigt sie auch in kälteren Gewässern zu schwimmen.
Entgegen früheren Ansichten sind Weiße Haie nicht diese oftmals zitierten Alleingänger, sondern tauchen nicht selten in kleineren Gruppen  auf. Es besteht kein Zweifel mehr daran, dass es sich bei Weißen Haien um soziale Tiere handelt. Sie zeigen ein komplexes Verhaltensmuster, wenn sie mit anderen Tieren derselben Art oder auch anderen Arten interagieren.
Ernährung:
Seehunde, Seelöwen, Meeresschildkröten, Thunfische, Schwertfische, Haie (Makohaie, Hundshaie, Grauhaie, Hammerhaie, Dornhaie), aber auch Vögel (Pinguine), Krebsartige, Tintenfische und auch tote Tiere.
Weiße Haie ändern ihre Nahrung mit zunehmender Größe. Junge Weiße Haie sind eher auf Fische spezialisiert sind, da sie noch nicht diese typischen, gesägten Zähne besitzen, die ein Fressen von Tieren wie Seehunden ermöglicht.
Weiße Haie sind wahrscheinlich die Makrelenhaie mit dem breitesten Nahrungsspektrum. Erstaunlicherweise fressen große Weiße Haie nur sehr sporadisch, wahrscheinlich nur monatlich, oder mit noch größerem Abstand, abhängig von der Größe der Beute.
Größe:
Wahrscheinlich mehr als 700cm (basierend auf Bissspuren an Walkadavern).
Tiere zwischen 580 und 640cm wogen mehr als 2000kg.
Fortpflanzung:
Lebendgebärend ohne Dottersack-Plazenta (aplazental vivipar).
Embryonen ernähren sich von anderen Eiern (Oophagie).
Schwangere Weibchen werden nur selten gefunden und gefangen, was darauf schließen lässt, dass sie sich von den anderen Tieren während dieser Phase trennen.
Die Dauer der Schwangerschaft ist noch nicht bekannt, doch lassen gewisse Indizien darauf schließen, dass sie als 12 Monate dauert.
Die Anzahl der Nachkommen ist ebenfalls noch ungewiss, doch wurde im Mittelmeer ein Weibchen gefangen, das 9 Junge in sich gehabt haben soll.
Männchen erreichen die Geschlechtsreife mit einer Länge von 350cm und einem Alter von ca. 9 bis 10 Jahren, Weibchen mit etwa 400cm und einem Alter von etwa 12 bis 14 Jahren.
Die Geburtsgröße scheint bei ca. 130 bis 150cm zu liegen.
Jungtiere zeigen ein schnelles Wachstum und werden im freien Wasser geboren.
Weiße Haie mit einer Länge zwischen 5 und 6m hatten ein geschätztes Alter von 21 bis 23 Jahren.
Weiße Haie sind in einzelnen Ländern bereits unter Schutz gestellt: u.a. in Australien, USA und Süd Afrika
Begegnungen mit Menschen:
Weiße Hai müssen als potentiell gefährlich angesehen werden.
Die Gefahr geht jedoch nicht von einer Aggression dieser Tiere aus, sondern beruht auf ihrer Größe und ihrem Nahrungspektrum.
Weiße Haie sind Augentiere, die sehr neugierig auf Umrisse reagieren und gerade Surfer, oder auch Schwimmer, sehen von unten wie ihre natürliche Beute (Seehunde) aus.
Meist lassen sie nach dem ersten Biss vom Opfer ab.
Daneben werden solche Unfälle jedoch nicht selten vom späteren Opfer provoziert, denn unachtsame Taucher führen bspw. erbeutete Fische mit und provozieren somit geradezu Unfälle.
Die Gefahr von einem Weißen Hai attackiert zu werden, ist jedoch gering und stark übertrieben.
 

Der Bullenhai

Der Bullenhai oder Gemeine Grundhai bzw. Stierhai (Carcharhinus leucas) ist ein Hai aus der Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae). Sein englischer Name "bullshark" beschreibt seinen Körperbau sehr gut. Er ist ein gedrungener Hai mit einer sehr kurzen und runden Schnauze, die wesentlich kürzer als breit ist. Die erste Rückenflosse des Hais bildet nahezu ein gleichseitiges Dreieck. Die zweite Rückenflosse des Tieres ist wesentlich kleiner als die erste. Er hält sich sowohl in Süß- als auch in Salzwasser auf. Hierbei bevorzugt er flaches Wasser in Ufernähe und im Mündungsgebiet der Flüsse und nutzt damit die schlechte Unterwassersicht, die bereits beim geringsten Seegang und durch die Vermischung des Süß- und Salzwassers entsteht, aus. Nahezu einmalig für diese Haie ist die Fähigkeit, permanent im Süßwasser leben zu können. Ebenso ist der Gemeine Grundhai in der Lage, in Gewässern mit unterschiedlichen Salzgehalten zu leben. Im Brackwasser zählt er zu den häufigsten Haiarten. Sein Lebensraum ist in allen wärmeren Küstengebieten von Afrika, Asien, Australien, Mittelamerika und Südamerika, wo er sich in den Flüssen tief ins Landesinnere vorwagt und auch in den Seen anzutreffen ist. So ist er über eine Verbindung zum Meer in den mittelamerikanischen Nicaraguasee gelangt, wo sich mit der Zeit größere Populationen gebildet haben.
Mit 3,5 m Länge wird er über 200 kg schwer und ernährt sich von Knochenfischen, anderen Haien aber auch von Krebsen, Rochen und Weichtieren.
Die Wurfgröße beträgt 1-13 lebend geborene Jungtiere, die Tragzeit 10-11 Monate.
Neben dem Bullenhai gehören u.a. der Tigerhai und der Weiße Hai zu den Haien, die für die meisten Haiangriffe auf Menschen verantwortlich sind. Entscheidend ist, dass er eine geringe Fluchtdistanz hat und somit bei einem Angriff dem Taucher wenig Zeit zu einer Gegenreaktion bleibt. Die Wahrscheinlichkeit von einem Hai verletzt oder getötet zu werden ist relativ gering. Trotzdem sind Unfälle nie ganz auszuschließen

 


Der Tigerhai
Der Tigerhai gehört zur Familie der Grauhaie (Carcharhinidae).
Er ist in nahezu allen tropischen und gemäßigten Küstenregionen anzutreffen, bevorzugt in trüben Gewässern. Auch in Flussmündungen ist er zu finden.
Tigerhaie können eine Größe von bis zu 6 Metern, vereinzelt aber auch von über 7 Metern erreichen.
Ihr Name leitet sich von der tigerähnlichen Musterung  ab. Da sich diese häufig in Ufernähe, direkt an der Wasseroberfläche aufhalten, geht man davon aus, dass die Färbung eine Tarnfunktion hat. Im flachen Wasser haben die Schatten der Wellen ein ähnliches Muster wie das der Tigerhaie. Mit zunehmendem Alter verblasst diese Färbung. Im Erwachsenenstadium ist sie kaum noch zu erkennen.
Der Tigerhai hat einen langen, tonnenförmigen Oberkörper und ein sehr schlankes Schwanzende. Seine Schnauze ist auffallend flach und kantig. Er ist der einzige in der Familie der Grauhaie, der ein Saugloch am Kopf (Spiraculum) besitzt. Das Spiraculum ist eine kleine neben den Augen liegende Öffnung, die dazu dient, Wasser einzusaugen und zu den Kiemen zu führen. In der Entwicklungsgeschichte der Haie stellt es eine Rückbildung vorderste Kiemenspalte dar.
Tigerhaie haben hoch entwickelte Zähne mit einer Schneide- und Sägestruktur. Das ermöglicht ihnen, ganz unterschiedliche Nahrung zu fressen, weshalb sie im Vergleich zu anderen Hai-Arten das breiteste Nahrungsspektrum haben. Sie fressen Knochenfische, andere Haie, Meeresschildkröten, Seevögel, winzige Krebse und sogar Abfälle. Daher werden sie auch häufig "Mülleimer der Meere" genannt.

Berichten zu folge hat man schon teile einer Ritterrüstung in den Mägen von Tigerhaien gefunden.
Aufgrund ihrer enormen Körpergröße benötigen Tigerhaie viel Nahrung und Energie. Hierbei erweist sich das breite Nahrungsspektrum als großer Vorteil. Der Rückgang einer Beuteart wirkt sich für ihn so nicht bedrohlich aus wie bei anderen Haiarten.
Sie sind dämmerungs- oder nachtaktive Jäger und eher Einzelgänger. Wenn sie ihre Beute attackieren, können sie sehr hohe Schwimmgeschwindigkeiten erreichen.
Die Tragzeit bei Tigerhaiweibchen liegt zwischen 15 und 16 Monaten. Tigerhaie sind ovovivipar, das heißt, dass das befruchtete Ei im Mutterleib heranwächst und dann als Embryo im Mutterleib ausgetragen wird. Die Anzahl der Jungen kann zwischen 10 und 80 variieren; in der Regel sind es etwa 40. Bei der Geburt sind sie knapp einen halben Meter lang.
Erwachsene Tigerhaie haben eigentlich keine natürlichen Feinde. Ihre Größe verhindert Angriffe anderer Hai-Arten. Die einzige Bedrohung für die Tigerhaie geht vom Menschen aus. Jedes Jahr werden Tausende der gestreiften Meeresräuber getötet - sei es vorsätzlich wegen ihrer attraktiven Haut oder ungewollt als Beifang in Fischernetzen. Durch die immer größer werdende Beliebtheit der fernöstlichen Küche werden sie auch für die Herstellung von Haifischflossen-Suppe gejagt.

Der Sandtigerhai
Das ständig leicht offen stehende Maul, die heraus stechenden Spitzzähne:

Sandtigerhaie dienen wohl am ehesten dazu, Horror-Geschichten vom "bösen Hai" zu nähren. Dabei sind Sandtiger im Allgemeinen recht umgängliche Zeitgenossen.
Das Tier mit dem grimmig wirkenden Blick unterscheidet sich durch eine Besonderheit von seinen Artgenossen unterscheidet: Sandtigerhaie können Luft "schlucken" und als eine Art Schwimmblase verwenden. Dadurch trifft man die nachtaktiven Jäger häufig in Höhlen an, wo sie tagsüber schlafen und regungslos im Wasser schweben.
Brut-Kannibalismus
Und noch etwas unterscheidet Sandtiger von den Artgenossen: Der Darwinsche Evolutionsgrundsatz "Nur die Stärksten überleben" wird bereits im Mutterleib angewandt. Sandtiger-Nachwuchs praktiziert embryonalen Kannibalismus. Die Tiere schlüpfen im Mutterleib und fressen die Nachfolgenden auf. Am Ende überleben nur zwei Jungtiere, die lebend zur Welt kommen - meist schon mit einer Länge von rund einem Meter.

 

Der Hammerhai
Die Familie der Hammerhaie umfasst zwei Gattungen mit etwa zwölf Arten und gehört in die Unterordnung der Echten Haie (Galeoidei). Kennzeichnend für den Hammerhai ist die hammerartige Verbreiterung der Schnauze. Auf den Seiten dieses "Hammers" liegen die Augen und die Nasenlöcher. Der Hammerhai schaut nicht nach vorn, sondern zur Seite, wodurch ihm ein besseres Sehen ermöglicht wird. Mit einer Länge bis zu 5,50 m stellt der Große Hammerhai (Sphyrna mokkaran) die längste Art dar. Er kommt im Atlantik sowie im Indischen und Stillen Ozean vor, und nur selten im Mittelmeer. Der große Hammerhai frisst Fische und Kopffüßer. Gewöhnlich kommt er nicht in Küstennähe vor. Etwas häufiger trifft man auf den Glatten Hammerhai (Sphyrna zygaena), der alle tropischen und warmgemäßigten Meere bewohnt. Er erreicht eine Länge von 4 Metern und wird 350 kg schwer. Im Gegensatz zum Großen Hammerhai ist der Glatte Hammerhai durch einen etwas gebogenen Hammer gekennzeichnet. Seine Nahrung stellen Krebstiere und kleine Fische dar. Die Weibchen bringen gewöhnlich 30 Junge zur Welt. Der Glatte Hammerhai wird nur gefährlich, wenn er den Geruch von harpunierten Fischen wahrnimmt. Am häufigsten begegnet man dem Gebuchteten Hammerhai (Sphyrna lewini), der in der Schelfsee an Festlandküsten und in der Umgebung von Inseln warmer und gemäßigter Meere lebt und oft in Schwärmen anzutreffen ist. Dieser erreicht eine Länge von 4,20 m. Zu seiner Nahrung gehören ebenfalls Fische wie Kopffüßer, die er nachts entweder allein oder in Gruppen fängt.

 

 

 

      

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