Reiseberichte WA

WEST AUSTRALIEN KIMBERLEY UND BUNGLE BUNGLE

Von Darwin aus in die Kimberley's so war unser Plan. Darwin sollte das dritte mal unser Tor zum Topend sein. In Darwin kamen wir gegen 5°° Uhr früh an, so dass wir mit dem Shuttlebus ins Zentrum fuhren um dort zu Frühstücken. Gegen 8°° Uhr konnten wir dann auch unseren Camper in Empfang nehmen. Der Camper sowie auch das Personal von Apollo waren super in Ordnung. Ein wenig durch die Einkaufszentren gebummelt um die noch fehlenden Kleinigkeiten zu besorgen. Anschließend dann zum Hidden Vally CP. alles einräumen und den Camper an unsere Bedürfnisse anpassen.

Das erste Ziel sollte die Umbrawarra Gorge sein, sie wurde bislang immer von uns links liegen gelassen. In der Schlucht kann man einen etwa 1km. langen Wanderweg laufen. An dessen Ende geht es dann über Felsbrocken entlang des Flussbettes weiter. (Hier wie auch auf den kleinen und einfachem CP (ohne Dusche). der zur Schlucht gehörte waren wir ganz allein).

Den Gregory NP. erkundeten wir vom Victoria River Roadhous aus. Das Roadhous bietet ausreichend Platz nur der Zustand der Duschen könnte besser sein. Dafür kann man im Roadhous selber Essen und ein gekühltes XXXX genießen. Wir hatten nicht vor zu den einzelnen Gorges in den Park hinein zu fahren, sondern liefen stattdessen die Look Out Wege, von wo aus man sich einen Überblick über den Victoria River verschaffen kann. Der Victoria River ist der längste Fluss des NT. welcher in der Regenzeit etwa 800 km lang und an seiner Mündung knapp 40 km breit ist. Bei einem Abstecher zum Flussufer gerieten wir in losen Sand, so dass wir zum ersten mal den Allrad brauchten. Lustig sind Orte wie Timber Creek die nur aus Supermarkt und Tankstelle bestehen. Unweit hinter Timber Creek ist der Gregory Tree zu besichtigen. Hier hat sich der Entdecker Charles Gregory in einen mächtigem Boab Baum verewigt.

 

Der Keep River NP. liegt nur etwa 6 km. vor der Grenze zu West Australien und gibt einem die Möglichkeit, sich seiner Obst und Gemüsevorräte auf angenehme Weise zu entledigen (durch Essen). Der Park ist nicht sonderlich groß doch sollte man schon am frühen Nachmittag hier eintreffen, damit man sich auch noch ein wenig umsehen kann. Es gibt zwei CP im Park. Beide verfügen nur über Biotoiletten und sind nicht allzu groß sodass es in der Hauptreisezeit eng werden kann. Den Versuch entlang des Keep River die Schlucht zu erkunden erwies sich als schwieriger als wir annahmen. Nachdem wir etwa 1 Stunde gelaufen waren konnten wir den Weg und seine Markierungen nicht mehr erkennen. Das Sperrgras um uns herum war über zwei Meter hoch, und so beschlossen wir umzudrehen.

Die Nganalam Art Galerie sollte das nächste Ziel im Park sein. Ein Fußweg führt etwa 1km vom Parkplatz aus zu dem Ort an dem die Erosionskräfte von Wasser und Wind ein Loch durch den Fels gefressen haben. Auch ist beeindruckend, dass sich ein Großteil der Bilder etwa 3 Meter über dem Boden befinden.

 

 

 

An der Grenze wurden wir über die Gefahren und die damit verbundenen Kosten aufgeklärt die durch eingeschleuster Obst /Gemüse und Pflanzen entstehen. Anschließend fuhren wir zum Lake Argyle und dessen Staudamm. Der Ord River wurde hier zum Zweck der Bewässerung auf eine Größe von über 2000 km² aufgestaut. Die Verwaltung für das Bewässerungsprogramm liegt in Kununurra, einer kleinen Stadt in der man sich mit allen notwendigen Sachen für die Weiterfahrt über die Gibb River Road (GRR) ausstatten kann. Zu Kununurra sei zu erwähnen, dass es in seiner Umgebung den einzigsten bekannten Ort auf der Welt gibt, an dem Zebrastein abgebaut wird. Es gibt mindestens zwei Galerien die diese Steine zu Schmuck verarbeiten . Die Zebrarock Art Galerie und die Rock Art Galerie (in letzterer haben wir ein wenig Geld gelassen). Auch ist dort die Lake Argyle Diamantenmine die zweitgrößte Mine der Welt in der Nähe, was wiederum zur Folge hat, dass überall Schmuck mit Diamanten angeboten wird (Achtung die Reisekasse nicht überbeanspruchen).

Nach etwa 40 km kommt der Abzweig zu GRR anfangs noch recht einfach einwenig Schotter und Staub, doch das sollte sich bald ändern. Die Strasse wurde immer Rauer und neben Dicken Stein brocken gab es auch Schafkantigen Schotter. So wie wir die GRR im Fernsehen gesehen haben kam sie uns nicht vor der Schotter war mehr grau als Rot und von der Einsamkeit der Kimberkey's war auch nicht viel zu spüren so kamen uns am ersten Tag auf der Gibb etwa 15 -20 Fahrzeuge entgegen. Die erste Herausforderung war für uns die Durchquerung des Pentecost Rivers. Nicht die Wasser tiefe sondern das mit größeren Kieseln bedeckte Flussbett sorgte dafür das wir gut durchgeschüttelt wurden.

Auf der Home Valley Station verbrachten wir unsere erste Nacht. Die Betreiber der Station sind wirklich sehr nett und obwohl einfach ausgestattet ist alles sauber und die Hamburger sind einfach lecker. Das Duschwasser wird in Fässern über offenem Feuer erzeugt. Am Fluss versuchte ich jedoch ohne erfolg mein Abendendessen zu fangen. Ein Ast der Strom aufwärts trieb weckte unsere Aufmerksamkeit, wie sich herausstellte handelte es sich um ein kl Süßwasser Krokodil. Nachdem die Sonne untergegangen war gingen wir erneut zum Flussufer um uns ein Bushfeuer am Horizont anzusehen, auch hierbei wurden wir von dem kleinen Freschie beobachtet, was sich durch seine im Scheinwerferlicht rot leuchtenden Augen verriet.

Am Morgen machten wir uns weiter auf den weg vorbei an den ganzen Farmen die nicht mehr als Unterkunft zu Verfügung stehen Wie Elembra Station Besitzer Tot oder Jack's Wather hole von der Wet 2001 weggerissen. So mussten wir unsere Pläne etwas abändern. auf einem richtig schönen Teilstück der Gibb hörten wir plötzlich ein Geräusch Platten!!!! Ja ganz toll aber kein Problem wir haben ja alles was wir brauche dabei Original Wagenheber etwas zu kurz , Ach ja Air Jack ein mit Abgasen aufzupumpender Wagen Heber der schafft das leicht. Rad abgebaut neues Rad drauf nicht ganz Air Jack fällt nach dem ab nehmen des Rade einfach in sich zusammen. Doch Hilfe kam in form von Andy und seiner Freundin sie hatten einen Känguru lifter damit ging’s problemlos. Mit gemischten Gefühlen fuhren wir zum nächsten Roadhous dort hieß es der Mechaniker sei gerade weg aber er würde Morgen zurück kommen. So übernachteten wir In der Mannig Gorge.Den Abzweig zum Mitchell Plato und zu dessen Vorgelagerten Roadhous haben wir bewusst nicht unternommen da ein weitere Platten das vorläufige aus bedeutet hätte. Der CP am Mt Barnet Rh. hat zwar ein Gebäude wo Duschen drin sind doch war dieses Gebäude noch nicht in betrieb. Wer Duschen möchte der kann das gegen Gebühr am Rh tun. Wir gingen lieber im Fluss Schwimmen und nutzten die Solar Dusche. Früh am Morgen machten wir uns auf den weg um in die Schlucht zu Wandern und Am Wasserfall erneut zu schwimmen. Nach ungefähr 2 Stunden erreichten wir den Wasserfall. Der Weg lohnt sich auf jeden Fall. Zurück am Rh erfuhren wir das der Mechaniker erst gegen 15°° Uhr kommen würde und nicht sicher sei das er den Reifen Reparieren könne. So fuhren wir immer noch mit einem flauen Gefühl im Bauch weiter, doch auch am Iminji Store konnte uns niemand helfen. So beschlossen wir die ... km bis Derby durch zufahren und zu einem Späteren Zeitpunkt erneut auf die GRR zu fahren.

In Derby angekommen war die Werkstatt schon geschlossen, und morgen sei ein Feiertag in WA also über Morgen. Wir verbrachten die Nacht auf einem kleinen aber dafür sehr Sauberen CP .Er liegt direkt am Orts Eingang Rechte Hand noch vor der BP und Woolworth.

Am Nächsten Morgen stand unsere Entscheidung fest da Derby nicht viel zu bieten hat machten wir uns Richtung Broome auf . Nach endlos erscheinender Fahrt auf dem HYW erreichten wir unser Ziel. Auf einen Big4. 10 min vom 22 km langen Weisen Sandstrand des Cabel Beach entfernt und in direkte Nachbarschaft zu MD Crocodil Park.

In und um Broome herum gibt es eine Menge zu entdecken. Am Gantheaume Point gibt es leider nur bei extremer Ebbe die Originalen Fußabdrücke eines Dinos zusehen. Aber für alle die die nicht zu den auserwählten gehören gibt es eine Reproduktion etwas höher gelegen, in unmittelbarer Nähe liegt Anastasias Pool, von hier aus erstreckt sich zur linken der Reddel Beach. Hier treffen der türkisfarbende Indische Ocean und das rostrot der Klippen aufeinander. Zur rechten Seite beginnt der Cable Beach auf einer Länge von 22 km. kann man in fast weißem Sand seinen Badespass genießen. Der Weg entlang des Reddel Beach ist ungeteert und streckenweise auch tiefsandig (4WD)! Zum Shoppen gibt es genügen Möglichkeiten z.B. in Chinatown.

Von Broome aus starteten wir zur zweiten Etappe auf der Gibb River Road. Bis zu Bell Gorge führte uns der Weg zurück der Abschnitt von Derby bis hierher ist im vergleich zum ersten Teilstück wie eine HYW. nur wenige Schlaglöcher und auch die groben Brocken fehlen fast völlig. Der Abzweig zur Bell Gorge ist etwa 30km doch schon nach 20km erreicht man den Silent Grove CP. Hier findet man Duschen (nur kaltes Wasser) und Toiletten. Bei unserem Besuch waren sie super sauber. Am Eingang findet man eine Tafel an der 10 Blechschilder angebracht sind, diese berechtigen zum Campen auf dem 10km weiter rein gelegenen CP. an der Bell Gorge. Sollten keine mehr da sein so bleibt man hier! Am Nachmittag kommt der Ranger und Kassiert die Gebühren. In der Schlucht selber (etwa 3km vom CP. entfernt) hat man die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad. Achtung die Steine sind Rutschig! Wer möchte der kann der Fluss folgen zunächst kommt ein kleiner dann ein großer Wasserfall hier ist dann das Ende für den Wanderer. Ungefähr 60 Meter  stürzt der Bell Creek in die Tiefe. Krokodile haben wir nicht gesehen wohl aber eine Waran der ein Sonnenbad nahm.

Die Lenard Gorge ist eine echte Herausforderung. Allein die Anfahrt ist ein Abenteuer für sich. Hinunter in die Schlucht haben wir keinen Weg gefunden, so sind wir auf gut glück hinunter gestiegen. Die Anstrengung wurde durch die Ruhe die hier herrscht belohnt. Nach einiger Zeit entdeckten wir einen Wasserwaran und ein paar Rock- Wallaby's.

Von der Lenard Gorge aus fuhren wir nach Halls Creek, der Ort wirkt ein wenig befremdlich da fast alle Fenster der Geschäfte zugemauert sind. Eine folge des Alkoholmissbrauchs unter den Ureinwohnern. (Bitte gebe keinen Bettler auch nur einen Doller damit unterstützt du nur den Alkoholkonsum.) Es gibt zwei kleine Supermärkte der eine an der Hauptstrasse den anderen findest du auf der Parallelstrasse dahinter. Das Angebot in den Geschäften ist nicht sehr groß und bei unserem Besuch waren die Regale fast leer. Aber es reicht um seine Vorräte aufzufüllen. Das Visitor Center ist gut ausgestattet und es gibt sogar die Möglichkeit dort ein paar Fritten einzuwerfen.

 

Unter diesem Felsvorsprung hatte Lasseter nach einer misslungenen Goldsuch-Aktion um das nackte Überleben gekämpft und wurde 25 Tage später, halbverhungert, von Aborigines gefunden. Lasseter war aber so geschwächt, dass er einige Tage nach seiner Rettung verstarb

Bald mehr!!!! J

 

 

     © by hoernchen     

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