
Hallo, ich freue mich dass du es bis hierhin geschafft hast!
Ich denke also, dass ich mit meiner Seite dein Interesse für Down Under geweckt habe. Ich werde versuchen, das was wir erlebt haben hier wiederzugeben.
Das erste
Mal haben wir Australien in Sydney betreten. Dort haben wir 2 herrliche
Tage
damit verbracht, uns den Chinesischen Garten, Aquarium, Oper und die Brücke
anzusehen. Natürlich
waren wir auch im Queen Victoria Shopping- Center. Wer
Zeit hat, der kann ruhig ein paar Tage mehr einplanen, es lohnt sich auf jeden
Fall.
Als wir unseren Camper abholten, begann unser kleines Abenteuer mit dem Linksverkehr! Aber dann ging's los Richtung Blue Mountains. Wir hatten uns für die Route entlang des New England HYW entschieden. Da wir Anfang May unterwegs waren, hatten wir nicht ganz soviel Glück mit dem Wetter. Bei unserer Wanderung entlang der Three Sisters wurden wir vom Regen überrascht. Ohne auf besseres Wetter zu warten beschlossen wir am nächsten Tag weiter zu fahren.
Auf unserem Weg durch die Berge machten wir Halt am Wollomombi
Fall.
Der Anblick des Wasserfalls der in eine tiefe Schlucht hinabstürzte war
aufregend. Doch es gab eine Enttäuschung. Der Campingplatz hatte wegen
Umbauarbeiten geschlossen, also weiter zum Nächsten. Der aber läge in Dorigo so
wurde uns mitgeteilt. Es begann zu dämmern und zu allem Überfluss kam auch noch
Nebel hinzu. Während dieser Fahrt haben wir Blut und Wasser geschwitzt! In
Dorigo besuchten wir am nächsten Morgen den gleichnamigen NP. Anfangs war es
noch etwas kühl, doch im Laufe des Vormittages erwärmte sich die Luft und so
genossen wir den Rundwanderweg durch den Regenwald. Wir kamen an kleineren und größeren
Wasserfällen vorbei, und unter einem konnte man sogar hindurchlaufen. Der NP. mag
nicht sehr groß sein doch unserer Meinung nach lohnt es auf jeden Fall hier
vorbei zu kommen. Einen halben Tag
sollte man sich mindestens Zeit nehmen.
Scone und sein Burning Mountain bieten ebenfalls die
Möglichkeit einer Wanderung. Etwa 2 Stunden sollten schon eingeplant werden,
damit man auch Zeit hat, sich etwas genauer umzusehen. Eventuell entdeckt man ein paar
graue Riesen- Kängurus die hier rumhopsen. Bei dem brennenden Berg
handelt es sich um ein Kohleflöz welches vor langer Zeit wohl durch einen
Blitzeinschlag entzündet wurde und noch bis heute vor sich hinschwelt.
O'Rielly's oder auch
Litchfield NP. standen ebenfalls auf der Liste der zu besichtigenden Highlights.
Die Anfahrt jedoch war alles andere als angenehm. Einspurige Straßenführung und
steile Serpentinen, machten uns das Vorankommen äußerst schwierig.
Im Park selber waren die meisten Wege jedoch
unpassierbar.
Da es hier jedoch Ende April schon um 16 Uhr zu dämmern beginnt, machten wir
nur eine kleine Wanderung. Den geplanten Border Track mussten wir leider
streichen. Auf dem Vorplatz zu O' Riellys trafen wir auf eine große Ansammlung
von Sittichen. Gut hat uns auch gefallen, das man von einer Aussichtsplattform
die in einem Baum angebracht wurde, eine wunderschönen Panoramablick über das
Umland erhält. Auf der Terrasse genossen wir bei einer
Tasse Kaffee einen herrlichen Sonnenuntergang. Der dortige Campingplatz ist
einfach und ohne Strom und obwohl der Lamington NP. sicherlich zu den schönsten
gehören soll, würde ich mir überlegen ob die langwierige Anfahrt sich lohnt.
Gerade wenn
man unter Zeitdruck oder mit Kindern reist, sind die Tracks nach Angabe von
Rangern zu schwierig und benötigen doch erheblich Zeit.
Weiter führte uns der
Weg Richtung Brisbane, wo wir einen kurzen Stop zum Baden an der berühmten Gold-Coast
einlegten. Doch der Trubel war uns etwas zuviel, so dass wir unsere Fahrt bald fortsetzten.
Die Glass House Mountains sollten als nächstes angefahren werden. Wir folgten
den Schildern und kamen an einem Parkplatz mit Aussicht über die Berge an. Wie
unschwer zu erkennen ist, scheint auch in Oz nicht immer die Sonne, doch die
Temperaturen lagen bei angenehmen 23-28°C. In Maroochydore hielten wir auf einem
sehr sauberen und großzügig gestalteten Big4 Campingplatz. Wer neben Entdeckungen
auch noch etwas Erholung bei seinem Down Under Urlaub haben möchte, für den
sind meiner Meinung nach Big4 Plätze meist ein lohnendes Ziel, was nicht heißen soll,
dass dieses nicht auch für andere Unternehmen gilt. Doch bis auf einen Big4 in Mackay
waren diese Plätze in einem hervorragenden Zustand. In Maroochydore hat man die
Möglichkeit die Wetlands zu erkunden
(was aber nicht ohne
Insektenschutz passieren sollte).
Der Weg ist in etwa 1-2 Stunden zu bewältigen und man erhält auf ihm Einblicke
in die komplexen Zusammenhänge dieses Ökosystems.
Über Noosa Heeds wo
man entlang der Strandpromenade schlendern kann, führte uns die Route weiter
nach Harvay- Bay, von wo aus
eine organisierte Tour nach Fraser Island unternommen werden sollte.
Ich möchte an dieser Stelle nicht verheimlichen, dass wir vorhatten eine Exklusiv-Tour zu buchen.
Diese war aber schon
(oder zum Glück)
ausgebucht, so dass es nur Standart gab. Auf Fraser Island angekommen, stiegen
wir in verschiedene Busse. Kleine Exklusiv Busse mit ca.15 Personen, der Rest
ca. 40 Personen in Standart 4x4 Reisebusse. Der Verlauf der Tour war bis auf
wenige Abweichungen identisch. Das Motto lautet raus aus dem Bus 15 min.
Aufenthalt rein in den Bus. Die Insel ist was wir davon gesehen haben
wunderschön! Jedoch sollte man sie auf eigene Faust erkunden das ist sicherlich
sinnvoller.
In Airlie Beach lohnt ein Besuch des Conway NP. Die Wanderung ist nicht sonderlich anstrengend, was aber bei dem feuchtwarmen Wetter auch sein Gutes hatte. Wir entdeckten neben dem riesigen gelben Netz einer Radnetzspinne auch eine Rotbauch- Schwarzotter. Nach einer Weile entschied sie sich jedoch im Unterholz zu verschwinden.

Von Innisfail aus
erkundeten wir
das Atherton Tablelands.
Neben Millaa-
Millaa, Zillie und Ellinjaa- Falls gibt es
auch noch die Curtain Fig
Tree zu sehen. Die einzelnen Orte
sind
wie
fast alles entlang der Ostküste sehr gut zu erreichen. Zu Kuranda sei gesagt,
das es hier hauptsächlich um den Verkauf von Souvenirs geht. Alle sollen im übrigen
original Aboriginal Handmade sein
J.
Nur schade, dass sie sich so ähnlich sind! Der Bahnhof lässt einen glauben in einer
anderen Zeit zu sein. Auch der Mount Hypiamee-
Krater ist es wert besucht zu
werden. Der Krater entstand nachdem eine Gasblase Explodierte.
Daintree:
In und um Daintree unter nahmen wir ein paar kleine Ausflüge. So nahmen wir an einer der vielen Bootstouren teil, um Krokodile zu sehen. Welches die beste Tour ist? Das kann ich nicht sagen. Wir bekamen nur 3 Krokos zu Gesicht wobei das eine gerade 30 cm. groß war. Zu der tour gehörte auch ein besuch auf einer Insel dort wurden uns Tiere und Pflanzen vorgestellt, zu ihnen gehörte unter anderem Der Brennnesselbaum. Dieser Baum verursacht bei Berührung sehr starke Schmerzen. Es gibt aber auch Bäume die lustige Stimmung verbreiten wenn man deren Saft leckt J.
Der Regenwald von Daintree ist mit ca. 130 Millionen Jahren der älteste Tropische Regenwald der Erde. In ihm gibt es die größte Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren in ganz Australien und als auf den meisten Plätzen der Welt. Der Daintree Regenwald beherbergt die größte Population von primitiven Pflanzenfamilien, von den 19 noch vorkommenden Arten kommen allein hier 12 von ihnen vor. Das sind mehr als im gesamten Regenwaldgebiet von Südamerika zusammen. Viele dieser Pflanzen sind noch unerforscht. In ihnen könnte der Schlüssel für die Entwicklung neuer Medikamente liegen. Mit deren Hilfe könnten Krankheiten wie Aids oder Krebs bald heilbar sein. Von den 36 in Australien vorkommenden Mangrove Arten kommen in Daintree 28 Stück vor. Das Ökosystem Regenwald reagiert auf störende Einflüsse von außen sehr empfindlich. Eine Vielzahl der Pflanzen leben in direkter Symbiose zu ihren Nachbarn. So ist z.B. der Kasuar der einzigste Vogel der die meist giftigen Samen der Urwaldbäume fressen kann. Während die Samen seinen Verdauungsapparat passieren werden sie einer Art Fermentierung unterzogen. Die so keimfähig gewordenen Samen werden dann mit einem guten Schuss Dünger dem Regenwald zurückgegeben. So trägt der Kasuar zur Verbreitung der Urwaldpflanzen bei. Unzählige noch nicht bekannte Insekten und Pflanzen finden hier einen letzten Zufluchtsort.
Bitte behandelt diesen Ort mit Respekt er ist doch schon so alt!!
Es gibt noch soviel zu erzählen, und jedes mal wenn ich glaube ich hätte alles wichtige erzählt fallen mir neue Sachen ein.
Abschließend sei noch gesagt das keine Erzählung die Eindrücke auch nur im Entferntesten wiedergeben kann. Hin Fliegen und selber erleben.
© by hoernchen