Krokodile

Dieses Schild haben wir in Malcolm Douglas Crocodil Park aufgenommen.

 Freshie

 

 

 

 

 

 

Freshie in der Windjana Gorge.

 

Saltie

Im Jahr 2002 wurde eine Frau beim Baden Im Kakadu NP. von einem Saltie getötet. Leider musste auch das Tier die Missachtung der Warnhinweise mit dem Leben bezahlen.

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Humor:

Ein Tourist kommt an den Strand von Darwin und fragt einen Einheimischen: "Gibt es hier Haie?"
"Nein, gibt es nicht" antwortet der Einheimische, sieht zu, wie der Tourist ins Wasser geht und - schwupp - verschwindet.
Ein zweiter Tourist kommt an den Strand und fragt: "Gibt es hier Haie?"
"Nein, gibt es nicht" antwortet der Einheimische, sieht zu, wie der Tourist ins Wasser geht und - schwupp - verschwindet.
"Ist doch klar", sagt der Einheimische, "wo Krokodile leben, gibt es keine Haie."

 

Der Schädelknochen eines Urzeit Krokodils im Verhältnis zum Salzwasserkrokodil. Dem größten noch lebende Krokodil unseres Planeten

 

Der Oberkiefer der Krokodilier bildet einen nahezu soliden Knochen und ist wenig flexibel. Zwischen den Rändern des Unterkiefers ist die Haut jedoch lose und elastisch.

 

 

Eine schmalere Schnauzen weist normalerweise auf Fischfressende Arten hin wie das hier beim Australien-Krokodil gut zu erkennen ist

 

 

Seit über 230 Millionen Jahren gibt es Krokodile auf unseren Planeten. Sie existierten schon lange vor den Dinosauriern. Selbst das Schicksal der Dinosaurier ist Ihnen erspart geblieben. Obwohl sich die Urzeitreptilien im Laufe der Evolution nur wenig verändert haben, gelten sie als wahre Meister der Anpassung. Bis heute leben sie in den tropischen und subtropischen Feuchtgebieten Amerikas, Asiens, Afrikas und Australiens. In Europa dagegen sind die gepanzerten Tiere bereits vor Jahrmillionen ausgestorben.


Krokodile zählen zu den Panzerechsen.
Ihr Lebensraum beschränkt sich auf tropische und subtropische Gebiete.
Sie leben vorwiegend in und am Süßwasser, einige wenige Arten allerdings auch im Salzwasser.
Man unterscheidet heute 21 verschiedene Arten mit einigen geographischen Unterarten und teilen diese in 3 Familien:

Es ist schwer, alle 21 verschiedene Arten auseinander zu halten. Doch die drei Unterfamilien sind verhältnismäßig leicht an ihren Schädelformen zu erkennen

1 Alligatoridae: Alligatoren und Kaimane
2 Crocodylidae: die eigentlichen Krokodile
3 Gavialidae: Gaviale

1 Bei den Alligatoren ist es ein recht breites, rundes Maul.

2 Bei den eigentlichen Krokodilen läuft es eher keilförmig zu.

3 Und das Maul von Gavialen, die sich Ausschließlich von Fischen ernähren, ist dagegen extrem lang und schmal.

Und es gibt noch ein weiteres auffallendes Unterscheidungsmerkmal. Bei den eigentlichen Krokodilen ist der verlängerte vierte Zahn des Unterkiefers auch bei geschlossenem Maul sichtbar, während er bei Alligatoren verdeckt ist. Was dem Alligator ein nettes Lächeln verleit.

Krokodile sind wie alle Reptilien wechselwarme Tiere. Man findet sie überall dort, wo die Durchschnittstemperatur nicht unter 15 Grad Celsius sinkt. Nur Alligatoren vertragen es noch kühler.
( Eine Ausnahme bildet der China Alligator ist nur im Unterlauf des Jangtsekiang anzutreffen. Im Herbst kommt er ans Ufer, gräbt sich eine flache Mulde und verbringt dort den Winter). Sie sind deshalb zum Aufrechterhalten ihrer Körpertemperatur auf ein Warmes Klima angewiesen.
Meistens liegen sie  in der Sonne um sich aufzuwärmen, wird es ihnen zu warm öffnen sie ihr Maul oder sie gehen zurück ins Wasser. Krokodile besitzen einen geringeren Energieverbrauch als Säugetiere. Bei Säugetiere werden bis zu 80 Prozent der Nahrung dazu benötigt um ihre hohe Körpertemperatur von durchschnittlich 37 Grad Celsius zu halten. Krokodile kommen dagegen mit nur etwa zehn Prozent der Nahrung aus. So können sie Wochen und sogar Monate ohne Nahrung auskommen. Einige Krokodile in Afrika am Mara Fluss fressen nur ein mal im Jahr wehrend der großen Viehwanderungen.

Allen Krokodilen gleich ist einen Panzer aus verknöcherten Hornplatten. Wahrscheinlich rührt daher auch die irreführende Bezeichnung Panzerechse. Krokodile zählen nicht zu den Echsen. Krokodile sind eine sehr hoch entwickelte Gruppe der Reptilien. Fossile Funde lassen die Schlussfolgerung zu, das die heute noch lebenden Krokodilarten direkte Nachfolger der Dinosaurier sind.
 

In Australien kommen zwei Krokodilarten vor, Das Australien-Krokodil  (Crocodylus johnsoni) und das  Leisten-Krokodil (Crocodylus porosus). Beide Arten stehen unter Schutz "CITES" und dürfen nicht gejagt werden. Produkte die zum Kauf angeboten werden müssen ein Zertifikat der Australia Parks & Wildlife Commission haben. (Achtung dieses Zertifikat regelt nur die Ausfuhr aus Australien nicht hingegen die Einfuhr z.B. nach Deutschland).

Das Australien-Krokodil (Freschies) gilt im allgemeinen für den Menschen als nicht gefährlich.
Das Australien-Krokodil besitzt eine auffallend lange Schnauze.
Das Reptil lebt im Süßwasser von Nordaustralien (Northern Territory, Queensland und Westaustralien). Zu seiner Nahrung zählen außer Fisch auch Frösche.

Das Leisten-Krokodil (Saltie) ist das größte noch lebende Krokodil unseres Planeten. Außerdem ist sehr gefährlich und stellt auch für den Menschen eine tödliche Gefahr da. Es bewohnt Süß-, Brack- und sogar Seewasser. Als ausgesprochen guter Schwimmer scheut es selbst das offene Meer nicht. So werden jedes Jahr erneut Salties an den Stränden des nördlichen Australiens gefangen. Wie ich selber sehen konnte kommen selbst große Exemplare in kleinen Tümpeln vor. Deshalb sollten alle Wasserstellen als gefährlich angesehen werden. Leisten-Krokodile schlagen blitzschnell zu und das war dann meist das letzte was das Opfer mit bekommt. Bei einer Bootstour auf dem Yellow River konnten wir beobachten wie ein etwa 4 Meter langes Krokodil abtauchte ohne das sich die Wasseroberfläche bewegte. Sie fressen alles was ihnen zwischen ihre gewaltigen Kiefer kommt, sogar ausgewachsene Rinder.

Weibliche Leistenkrokodile werden ab einer Länge von 2 Metern ( etwa 7 Jahre) geschlechtsreif Männliche Tiere ab einer Länge von 3 Metern ( etwa 10 Jahre).

Krokodilweibchen sind etwa 40 Jahre lang fortpflanzungsfähig für die Eiablage legt das Weibchen in Gewässernähe einen Bruthügel aus Pflanzenteilen an. Mehrere Tage lang reisst es mit dem Maul geeignetes Material von Büschen und Stauden ab oder scharrt verstreute Pflanzenreste mit den Füssen zusammen. Ein fertig gestellter Bruthügel kann eine Höhe von bis zu 90 und einen Durchmesser von bis zu 250 cm aufweisen. Mittendrin befindet sich das Gelege welches durchschnittlich aus 15 bis 40 Eiern besteht.
Wie in einem Komposthaufen verrottet das angehäufte Pflanzenmaterial und erzeugt dabei Fäulniswärme, so dass die Temperatur im Umfeld der Eier deutlich über der der Umgebung liegt. Der Bruthügel dient also Brutschrank.  Da Krokodile keine Geschlechtschromosomen haben, hängt es von der Bruttemperatur ab, ob sich Weibchen oder Männchen entwickeln. Temperaturen von 28 bis 31 Grad Celsius. führen zu Weibchen, von 31 bis 34 Grad Celsius zu Männchen.
Früher war man allgemein der Ansicht, dass sich das Leistenkrokodil-Weibchen nach dem Anhäufen des Bruthügels und dem Ablegen der Eier nicht weiter um seinen Nachwuchs kümmert. Das stimmt aber nicht. Wir wissen heute, dass es während der gesamten Entwicklungszeit der Eier und sogar noch nach dem Schlüpfen der Jungen eine liebevolle Brutfürsorge zeigt. Und das mit gutem Grund, sind doch nicht nur die Eier begehrte Leckerbissen für eine ganze Reihe von Fressfeinden, darunter Warane und Schweine. Auch die Frischgeschlüpften Jungen werden von Reihern und Störchen, Raubfischen und nicht zuletzt von Artgenossen als Nahrung angesehen. Leistenkrokodile sind nämlich kannibalisch und fressen auch Mitglieder der eigenen Art.
Um das Gelege vor Nesträubern zu schützen, Bewacht das Weibchen das Gelege.
(aus diesem Grund sollte man sich auch nicht dazu hinreißen lassen ein entdecktes Nest näher unter die Lupe zunehmen.)
Nach etwa drei Monate nach der der Eiablage Schlüpfen die Jungen. Nachdem sie die harte Schale ihrer Eier aufgebrochen haben, stoßen sie quäkende Rufe aus, worauf das Weibchen vorsichtig das Gelege freilegt und dadurch seinem Nachwuchs den Start ins Leben erleichtert. Anschließend befördert es seine Jungen sicher zum Wasser, indem mehrere von ihnen vorsichtig mit seinen Kiefern packt und im Maul zum Wasser trägt. Noch etwa 2 Monate lang bewacht das Weibchen seine Jungen, während dieser Zeit nimmt das Weibchen keine Nahrung zu sich dieses dient wohl auch dem Schutz der eigenen Jungen.
Bis sie eine Länge von etwa einem Meter aufweisen, ernähren sich die jungen Leistenkrokodile hauptsächlich von Krebsen und Insekten, sie nehmen aber auch kleinere Fische zu sich. Später nehmen sie mehr und mehr größeren Tieren zu sich.
Krokodile haben sich im Laufe der Evolution perfekt an ihren feuchten Lebensraum angepasst. Sie sehen hervorragend und verfügen über einen äußerst feinen Geruchsinn. Sie sind Lauerjäger die bis zu den Augen untergetaucht geduldig auf ihre Beute warten. Meist sind nur noch die Nasenlöcher und Teile des Rückens sichtbar. Mit Drucksensoren an ihren Kiefern nehmen sie noch feinste Bewegungen des Wasserspiegels wahr und spüren so ihre Opfer auf. Dank ihres großen muskulösen Schwanzes können sie blitzartig aus dem Wasser schnellen und mit den spitzen Zähnen die Beute packen und in die Tiefe reißen.
Eine Klappe im Rachen verhindert zudem, dass Krokodile unter Wasser mit geöffnetem Maul ertrinken. Die spitzen Zähne der Krokodile sind nicht zum Kauen geeignet sie dienen nur zum festhalten und zerreißen der Beute. Auch besitzen sie keine Zunge. Die Nahrung wird ganz oder in Stücken verschlungen und im Magen von der starken Magensäure verdaut.
An Land wirken Krokodile etwas unbeholfen, jedoch sollte man sich nicht täuschen lassen. Über einen Kurze Streck könne sie recht schnell werden. Vorsicht ist also geboten. Es sind jedoch nur wenige Arten, die dem Menschen gefährlich werden. Krokodile, greifen Menschen an. Allein in Afrika kommen jährlich Hunderte von Menschen durch Krokodilangriffe ums Leben, vor allem weil wir Menschen immer weiter in den Lebensraum der Reptilien vordringen. In Australien erregen Angriffe durch die gefürchteten Salzwasserkrokodile großes Aufsehen. Wobei diese nur selten vorkommen – jährlich wird im Durchschnitt ein Todesfall gemeldet, da im Allgemeinen gute Kenntnisse über Lebensräume und Verhaltensweisen der Krokodile vorherrschen.

Über das Sozialverhalten von Krokodilen ist recht wenig bekannt. Bekannt ist, dass einige Arten gemeinschaftlich jagen, um größere Beutetiere zu erledigen. Dabei treiben sie sich gegenseitig das Wild zu, packen es an verschiedenen Enden, damit es gemeinsam in Stücke gerissen werden kann.
Häufiger kann man beobachten, dass Krokodile friedlich auf engstem Raum zusammen liegen, um sich zu sonnen. Ob sie dabei die Nähe zu den eigenen Artgenossen suchen, lässt sich nur schwer belegen. Immerhin haben Forscher herausgefunden, dass sich die Tiere durch ein umfangreiches Repertoire von Lauten verständigen. Zum Teil liegen die Töne in dem von Menschen nicht wahrnehmbaren tiefen Infraschallbereich.

Körperbau:

Die Krokodilier sind die am weitesten entwickelten Reptilien. Viele dieser Errungenschaften wie das vierkammeriges Herz, Zwergfell und die Großhirnrinde sind innerlich ausgebildet. Ihre primitive äußere Morphologie spiegelt dagegen ihre ursprüngliche aquatische Lebensweise wider. Die Krokodilier sind langgestreckt, gepanzert, echsenähnlich und besitzen eine muskulösen seitlich zusammengedrückten Schwanz, der beim Schwimmen benutzt wird. Die Schnauze ist ebenfalls verlängert, und die Nasenlöcher liegen an der Spitze. So wird die Atmung ermöglicht, während der größte Teil des Körpers sich unterhalb der Wasseroberfläche befindet. Ihre Haut besteht aus einer dicken dermalen Schicht, die mit nicht überlappenden epidermalen Schuppen oder Schildern bedeckt ist. Die oberflächliche Schicht eines jeden Schildes löst sich einzeln ab und wird nicht in größeren Stücken gehäutet. In die Haut sind knöcherne Scheiben oder Platten eingebettet, die als Osteodermen bezeichnet werden und einen Rückenpanzer bilden. Die Zähne sind thekodont, d.h. sie befinden sich in Höhlungen des Kiefers und sind nicht mit der Kieferspitze (akrodont) oder -seite (pleurodont) verwachsen wie bei anderen Reptilien. Der Krokodilschädel ist diapsid und weist in der Schläfenregion zwei Öffnungen auf, die eine Ausweitung der Kiefermuskulatur ermöglichen. Die Schnauzenform der Krokodilier variiert von breit (bei Alligatoren) bis zu sehr schmal (bei Gavialen). Dieses hängt bis zu einem gewissen Grade mit der Hauptmasse ihren Beutetiere zusammen - schmalere Schnauzen weisen normalerweise auf Fischfressende Arten hin. Krokodilier besitzen keine Lippen, und ihre Mäuler schließen nicht dicht. Sie haben zwei Paare kurzer Beine mit fünf Zehen an den vorderen Füßen und vier an den hinteren; dabei sind die Zehen an allen Füßen teilweise durch Schwimmhäute untereinander verbunden. Seit die Krokodilier erstmals in der Späteren Trias vor etwa 200 Millionen Jahren erschienen, haben sich vergleichsweise wenige Dinge im Körperbau verändert. Dies erklärt letztlich auch dessen Erfolg.


 

 

Fortbewegung:

Ihr eigentliches Element ist das Wasser, doch bewegen sie sich durch aus auch auf dem Land. Hier nehmen sie hauptsächlich Sonnenbäder um ihren Temperaturhaushalt aufrecht zu erhalten oder von einem Gewässer zum nächsten zu gelangen. Wenn gleich die Fortbewegung an Land nicht die Grazile Leichtigkeit der Bewegungen im Wasser ereicht, so erfolgt sie doch überraschend schnell und koordiniert. Bei der Bewegung an Land kann zwischen drei Gangarten unterschieden werden. Der hochbeinige Gang, dem Galopp und dem krabbelnden Bauchgang. Dagegen ist ihre Fortbewegung im Wasser alles andere als plump. Krokodilier sind hervorragende Schwimmer. das Schwimmen Über - wie auch Unterwasser erfolgt durch seitliche S-förmige Bewegungen des Schwanzes. Die Extremitäten werden dabei dicht an den Körper gehalten, wodurch das Profil stromlinienförmig und der Wasserwiderstand gesenkt wird. Im allgemeinen kreuzen Krokodilier gemächlich mit leichten Schlagbewegungen des Schwanzes durch Wasser. wird ein Krokodil aber gejagt oder ist es hinter Beute her, so kann es sich recht schnell bewegen und sogar mit fast 2/3 seiner Gesamtlänge aus dem Wasser hochsteigen ( das so genannte gehen auf dem Schwanz). Wenn es stehen bleibt, werden die Gliedmassen vom Körper weg gehalten; sie helfen dann, die jeweilige Position beizubehalten. Ungeachtet ihren hervorragenden Schwimmeigenschaften meiden Krokodilier in den meisten Fällen Gebiete mit starker Wind- und Wellenaktivitäten. Im ruhigen Wasser muss ein Krokodil zur Atmung nur seine Nasenscheibe über die Wasseroberfläche schieben. Bei bewegtem Wasser muss es die Schnauze während des Atmens in einem steilen Winkel über die Wasseroberfläche heben; was das Schwimmen deutlich erschwert.

 

 

 

 

 

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 © by hoernchen

 Es wurden als Grundlage für diese Seite div. Fachbücher zur Hilfe genommen. Diese Informationen sollen zum Schutz und Erhalt der Tiere dienen.

Mehr Infos zu Krokodilen im Buch Krokodile und Alligatoren