Dont risk your life!

Dont try to catsh a Snake!

Schlangen, Spinnen & Co.

Ich möchte hier für den Schutz und Erhalt dieser einzigartigen Tiere aufrufen. Sie haben  ihren Platz in einer ökologischen Nische gefunden in der der Mensch nur Gast ist. Bedenkt bitte, dass keine Schlange ihr Gift zum Töten von Menschen entwickelt hat. Deshalb töte auch du sie nicht!

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Sub-cutaneous LD-50

 Scientific name

 Common name

 LD-50 (mg/kg)

 Notes

Oxyuranus microlepidotus

Inland taipan

0.025

Formerly known as fierce snake or small-scaled snake

Pseudonaja textilis

Eastern brown snake

0.0365

Aipysurus duboisii

Dubois's sea snake

0.044

Pelamis platurus

Yellow bellied sea snake

0.067

 

Acalyptophis peronii

Horned sea snake

0.079

Oxyuranus scutellatus

Coastal taipan

0.106

Oxyuranus scutellatus canni (Papua New Guinea taipan) should be considered as having the same venom composition until proven otherwise

Bungarus multicinctus

Many banded krait

0.108

 

Hydrophis melanosoma

Black banded sea snake

0.111

 

Enhydrina schistosa

Beaked sea snake

0.1125

Boulengeria christyi

Congo water cobra

0.12

Notechis a. niger

Peninsula tiger snake

0.131

Boulengeria annulata

Banded water cobra

0.143

 

Echis carinatus

Saw-scaled viper

0.151

Species complex, geographical data not given

Hydrophis stricticollis

sea snake species

0.164

 

Hydrophis major

Olive-headed sea snake

0.193

 

Notechis a. occidentalis

Western tiger snake

0.194

 

Crotalus tigris

Tiger rattlesnake

0.21

Notechis scutulatus

Mainland tiger snake

0.214

Hydrophis elegans

Elegant sea snake

0.26

Aipysurus laevi

Olive sea snake

0.264

Laticauda semifasciata

Broad banded sea krait

0.273

 

Naja atra

Chinese cobra

0.29

Dendroaspis polylepsis

Black mamba

0.32

 

Notechis a. serventyi

Chapel island tiger snake

0.338

 

Hydrophis nigrocinctus

Duadin's sea snake

0.343

 

 Crotalus scututatus

 Mojave green rattlesnake

0.34

 

Bungarus caeruleus

Indian krait

0.365

Walterinnesia aegyptia

Desert cobra

0.4

 

Laticauda colubrina

Wide faced sea krait

0.435

Naja naja

Spectacled cobra

0.45

Careful - any Asiatic cobra may have been referred to as N. naja in the past

Hydrophis cyanocinctus

Annulated sea snake

0.464

 

Pseudonaja nuchalis

Gwardar/Western brown snake

0.473

Species complex

Acanthophis antarcticus

Common death adder

0.5

Species complex, geographical data not indicated

Austrelaps superbus

Lowland copperhead

0.5

Lapemis hardwickii

Hardwicke's sea snake

0.541

 

Pseudonaja affinis

Dugite

0.66

Dendroaspis viridis

Western green mamba

0.7

 

Naja nivea

Cape cobra

0.72

Daboia russelli russelli

Russell's viper subspecies

0.75

 

Dendroaspis jamesoni

Jameson's mamba

1

 

Pseudechis papuanus

Papuan black snake

1.09

 

Naja haje

Egyptian cobra

1.15

Give locality - southern African forms now regarded as separate species, N. annulifera

Micrurus fulvius

coral snake sp.

1.3

Hoplocephalus stephensi

Stephen's banded snake

1.36

 

Daboia russelii formosensis

Russell's viper subspecies

1.37

Synonym of D.r. siamensis, locality info lacking

Ophiophagus hannah

King cobra

1.7

Give locality, this species is about to be split

Pseudechis australis

Mulga snake

1.94

Pseudechis porphyriacus

Red-bellied black snake

2

 

Pseudechis guttatus

Spotted black snake

2.13

Pseudechis colletti

Collett's snake

2.38

Hemachatus haemachatus

Rinkhals

2.65

 

Cryptophis nigrescens

Small eyed snake

2.67

 

Crotalus basciliscus

Mexican west-coast rattlesnake

2.8

 

Dendroaspis angusticeps

Eastern green mamba

3.05

 

Crotalus horridus horridus

Timber rattlesnake

3.1

 

Bungarus fasciatus

Banded krait

3.6

Vipera latifii

True viper species

4.61

Tropidolaemus wagleri

Wagler's viper

6.19

Formerly in Trimeresurus genus

Vipera bornmuelleri

True viper species

6.25

Vipera berus

Adder

6.45

Vipera ammodytes

Long-nosed viper

6.59

Bothrops jararaca

Jararaca

7

Trimeresurus gramineus

Indian green tree viper

8.6

T. gramineus is a rare species, most venoms thus labelled in the literature come from other species

Deinagkistrodon acutus

Sharp-nosed pit viper

9.2

Fomerly in Agkistrodon genus

Vipera palaestinae

Palestine viper

9.4

Crotalus exul

rattlesnake species

9.92

Bitis gabonica

Gaboon viper

12.5

Trimeresurus albolabris

White lipped tree viper

12.75

 

Bothrops jararacussu

Jararacussu'

13

Crotalus polystictus

Mexican blotched rattlesnake

13.3

 

Bothrops neuwiedi

Jararaca pintada

14.2

Crotalus adamanteus

Eastern diamondback rattlesnake

14.6

 

Causus rhombeatus

Night adder

15

Cerastes cerastes

Desert horned viper

15

Bothrops alternatus

Urutu

15.8

Macrovipera lebetina

Levantine viper

16

Specimens from N. Africa are referrable to M. mauretanica

Crotalus atrox

Western diamondback rattlesnake

18.5

 

Gloydius blomhoffi

Mamushi

20

 

Bothrops atrox

Terciopelo

22

Species complex, geographical origin not given

Calloselasma rhodostoma

Malayan pit viper

23.4

Fomerly in Agkistrodon genus.

Crotalus lepidus klauberi

Rock rattlesnake

23.95

 

Sistrurus milarius barbouri

Red pygmy rattlesnake

24.3

 

Emydocephalus annulatus

Turtle-headed sea snake

25

 

Agkistrodon contortrix contortrix

Southern copperhead

25.6

 

Agkistrodon piscovorus

Cottomouth/ Water moccasin

25.8

 

Bothriechis schlegelii

Eyelash viper

33.2

Formerly in Bothrops genus

Lachesis muta

Bushmaster

36.9

Give locality, as L. muta recently split into 3 species

Demansia olivacea

Olive whip snake

714.2

Sydney Funnel Web, Trichternetzspinne (Atrax robustus)

Die hochgiftige Trichternetzspinne bewohnt vor allem den feuchteren Osten Australiens. Sie lebt in einem Umkreis von etwa 160 bis 180 km um Sydney, wo sie mit Vorliebe Gärten und ausgehöhlte Baumstämme aufsucht.Sie erreicht eine Größe von 1,5 bis 4,5 cm und hat einen dunkelbraunen bis schwarzen Körper. Der Vorderkörper ist unbehaart. Die Männchen sind in der Regel kleiner und werden ca. 2,5 cm groß.Bevor in Australien Gegengifte bekannt waren, endete ein Biss von ihr für die meisten Menschen tödlich. Ungewöhnlicherweise sind bei der Funnel-Web-Spinne die Männchen gefährlicher als die Weibchen. Ihr Gift ist 5- bis 6-mal so stark wie das eines Weibchens. 1981 kam ein Gegenmittel auf den Markt. Seitdem muss niemand - schnelle und richtige ärztliche Versorgung vorausgesetzt - an einem Spinnenbiss sterben.Weibliche Tiere erreichen ein Alter von bis zu 12 Jahren, während die Männchen nach 6 bis 12 Monaten sterben. Ihr Leben endet meist nach der Paarungszeit, die von Sommer bis in den Herbst hinein stattfindet.Gerade in dieser Paarungszeit begeben sich die Männchen auf ausgedehnte Wanderschaft. Die weiblichen Tiere verbringen die meiste Zeit ihres Lebens im Netz. Die Zeit der Wanderschaft ist es, die zu häufigen Begegnungen zwischen dem hochgiftigen Tier und dem Menschen führt.Der Biss der Funnel-Web-Spinne ist groß, schmerzhaft und ähnelt einem Schlangenbiss. Besonders Kinder und Menschen mit angeschlagenem Immunsystem sind gefährdet. Die tödliche Wirkung des Nervengiftes beruht darauf, dass die Kontrolle über die Muskulatur und damit auch über die Atmung gelähmt wird. Erreicht das Gift das Herz, ist eine Rettung unmöglich. Man hat allerdings herausgefunden, dass nur der Mensch und Primaten so gefährdet sind. Die meisten anderen Wirbeltiere besitzen im Blut Stoffe, die dafür sorgen, dass das Spinnengift eher harmlos ist. Kröten, Katzen und Hasen gelten als unempfindlich gegen das Gift.Ihre Trichternetze bauen die Spinnen oft unter Steinen, Baumwurzeln und Holz.Die Spinne gilt als besonders aggressiv. Wenn sie sich gestört fühlt, richtet sie sich in Verteidigungshaltung auf die Hinterbeine auf und droht mit ihren mächtigen Fängen. Sie hält ihr Opfer fest und beißt mehrfach hintereinander zu.
 

Huntsman-Spider:
Die Huntsman gehört zur Familie der Riesenkrabbenspinnen (Heteropodidae) und zur Gattung der Isopeda.
Sie ist mit 14 Arten auf dem gesamten australischen Kontinent vertreten.
Vorzugsweise hält sie sich in den regenfeuchten Waldstandorten auf. Man findet sie unter losen Baumstämmen, aber auch unter Steinen und in Felsspalten. Einige Arten suchen die Nähe zu menschlichen Siedlungen und sind dann in Häusern, Kellern und sogar in Autos anzutreffen.
Ihre Nahrung besteht aus Insekten und anderen wirbellosen Tieren.
Die Spinne kann sehr groß werden und eine Beinlänge von 15 cm erreichen. Ihr Körper hat meist eine graue bis braune Färbung.
Die Huntsman sieht einer Tarantel äußerst ähnlich. Ein erfolgreiches Täuschungsmanöver, denn die Huntsman ist vollkommen harmlos.
Die Huntsman spinnt keine Netze.
Die Brautwerbung dauert bei der Huntsman-Spinne relativ lange. Das Männchen legt seinen Samen in das Weibchen ab. Dieses platziert die befruchteten Eier entweder auf zusammengeklebtem Laub und bewacht diese, oder sie trägt die Eier in einem flachen, ovalen Eisack am Körper mit sich herum. Häufig befreit die weibliche Spinne ihre Jungen aus diesem Sack, indem sie diesen heftig aufreißt.
Bei den Huntsman-Spinnen kommt es so gut wie nie zu Paarungs- oder Revierkämpfen zwischen den Männchen. Die meisten Arten leben friedlich in großen Kolonien.
Für die Häutung zieht sich die Spinne an einen ruhigen Ort zurück.
 

Redback-Spinne:

Die Redback-Spinne gehört zu den Witwen-Arten (Latrodectus). Diese Gattung wiederum zählt zu den Kugelspinnen (Theridiidae). Kennzeichnend für sie ist der große Hinterleib, der an eine Kugel erinnert.Die Heimat der "Latrodectus hasselti" ist ursprünglich Australien. Es gibt sie jedoch auch in Neuseeland und Japan.Ihre Grundfärbung ist schwarzbraun, und auf dem Hinterleib hat sie einen roten Längsstreifen, der ihr wichtigstes Erkennungsmerkmal ist. Die Männchen unterscheiden sich mit ihrer eher blassen, braunen bis dunkelbraunen Färbung von den Weibchen.Die männlichen Tiere sind kleiner als die weiblichen: Weibchen können eine Größe von 2 cm erreichen, Männchen hingegen werden nur ca. 0,5 cm groß.Diese Spinne gehört zu den giftigen Arten, wobei Vergiftungen ausschließlich durch die Weibchen verursacht werden. Ihr Gattungsname "Latrodectus" kann mit "geheimer Beißer" übersetzt werden. Ihr Biss bleibt - bevor erste Vergiftungssymptome auftreten - oft unbemerkt. Diese Schwarze Witwe ist nicht aggressiv. Sie beißt nur zu, wenn sie beim Bewachen ihres Geleges gestört wird oder sich bedroht fühlt.Die Redback ist ein ausgesprochener Kulturfolger, denn sie spinnt ihre Netze gerne in Menschennähe - zum Beispiel in Häusern, Schuppen und Garagen. Leider trifft man sie auch in Toilettenhäusern, wo die Spinnen gerne unter der Brille sitzen. So nah beim Menschen, kann es dann auch zu Unfällen mit den giftigen Spinnen kommen.
 


 White tailed spider:

Die White tailed ist die einzige australische Plattbauchspinnenart (Gnaphosidae oder
Drassodidae), von der medizinisch bedeutsame Symptome  beim Menschen berichtet werden.
Allerdings wird vermutet, daß die häufig beschriebene nekrotische Wirkung nur durch eingeschleppte Bakterien verursacht wird, da experimentell kein nekrotoxisches Gift nachweisbar war.

Die white tailed ist eine Schlanke, dunkelgraue
bis schwarze Spinne, weißer Fleck am Ende des länglichen, oft zylindrischen Hinterleibs. Jungtiere mit gestreiften Beinen und zusätzlichen weißen Flecken .
17-19 mm lang. Man findet sie oft an kühlen Plätzen in Gebäuden.

 

 

Schlangen.

Die meisten Schlangen sind friedliche Tiere, die bei einer Bedrohung durch Menschen eher flüchten als angreifen. Die Gefahr, bei einem Autounfall oder sogar durch einen Bienenstich ums Leben zu kommen, ist sehr viel größer als die, infolge eines Schlangenbisses zu sterben. Trotzdem werden jährlich weltweit Tausende von Angriffen auf Menschen gemeldet, sowohl von scheinbar harmlosen als auch von giftigen Schlangen.

Weil viele dieser Angriffe in entlegenen ländlichen und landwirtschaftlich genutzten Gegenden stattfinden, sind genaue Statistiken schwer zu erstellen – viele Schlangenbisse, darunter auch tödliche, werden noch immer nicht gemeldet. Einigen Schätzungen zufolge werden jährlich 5 Millionen Menschen von Schlangen gebissen, wobei 125.000 der Opfer an der Vergiftung sterben.

Die Gefahr, gebissen zu werden, ist in Asien, Afrika und Südamerika bei weitem am größten. Infolgedessen ist auf diesen Kontinenten auch die Sterberate am höchsten. Man nimmt an, dass allein in Indien jährlich zwischen 35.000 und 50.000 Menschen nach Schlangenbissen sterben. Dies liegt einerseits an der großen Bevölkerungszahl, andererseits an der großen Anzahl der Arbeiter in der Land- und Forstwirtschaft, die regelmäßig mit Giftschlangen in Kontakt kommen. In vielen Regionen haben flächendeckende Rodungen zu einer großen Verbreitung von Nagetieren und Fröschen geführt, die wiederum viele Schlangen anziehen. In diesen Gegenden werden viele Arbeiter vor allem durch gut getarnte Schlangen gebissen, die sich in der dichten Vegetation verbergen. Die größte Anzahl von Angriffen in den risikoreichen asiatischen Ländern gehen von Kobras und Vipern aus, besonders von der weit verbreiteten und gefährlichen Kettenviper. In Indien, dem Mittleren Osten und in Afrika tötet zudem die kleine aber sehr aggressive Sandrassel-Otter jährlich eine große Anzahl von Menschen.
Zwar kommen Schlangenbisse auch in Industrienationen vor, vor allem in Nordamerika und Australien, doch treten dort Todesfälle viel seltener auf, da die medizinische Versorgung besser ist und teure Gegengifte leichter erhältlich sind. Obwohl in Australien einige der gefährlichsten Schlangen der Welt leben, ist die Todesrate nach Schlangenbissen in diesem Land sehr niedrig: es stirbt nur etwa eine Person pro Jahr durch Schlangengift. In Nordamerika sterben jährlich fünf bis zehn Menschen und etwa 8.000 Menschen erleiden Bisse von Giftschlangen, wie der Klapperschlange, dem Kupferkopf und der Mokassinschlange.

 

 

Giftschlangen.

 

Es gibt etwa 100 Schlangenarten in Australien von denen etwa 25 Arte für den Menschen gefährlich werden können. Die wohl gefährlichste Schlange der Welt ist Inland Taipan auch Small-scaled oder Fierce Snake genannt. Ihre Giftmenge kann von 40- 120 mg betragen. Der LD50 - Wert ist 0,025 mg N. Diese Menge reicht aus um bis zu 250 000 Mäuse zu töten. Wenn der Taipan eine Ratte beißt würde diese in wenigen Sekunden verendet sein. Doch keine Angst ein so starkes Gift wurde von der Natur nur deshalb entwickelt, weil es sich die Schlange bei dem knappen Nahrungsangebot  nicht leisten kann auch nur ein Beutetier zu verlieren.

Um zu wissen wie gefährlich ein Schlangenbiss ist, wird der  LD50 - Wert zugrunde gelegt. Dieser Wert gibt Auskunft wie viel eines Giftes einer Gruppe von Weißen Labormäusen (Gewicht ca. 17- 20 g) intravenös injiziert werden muss damit 50% von ihnen sterben. Zum Vergleich das Gift des Inlandtaipans hat den LD50 - Wert  0,025 mg  N die gefährlichste Giftschlange der USA ist die  Diamantklapperschlange ihr  LD50 - Wert  2,3 mg N. Damit ist der Taipan etwa 100 mal giftiger.   Jedoch ist eine Übertragung des LD50 - Wertes  auf den Menschen nicht immer möglich. Wie giftig ein Gift für den Menschen ist kann nur an reellen Fällen festgestellt werden. 

 

Der Giftapparat.

Zeichnung Giftapparat  by hoernchen

 Hier im Bild ist die Giftdrüse und der Giftkanal bis in den Giftzahn zu sehen. Die Schlange ist in der Lage durch Muskelkontraktion die Giftmenge die sie injiziert zu beeinflussen. Die Giftzähne werden von Zeit zu Zeit erneuert so das eventuell nur eine Bissmarke oder wenn der Zahn noch klein und spitz ist fast gar keine Bissmarke zu sehen ist. Es kann trotzdem zu einer Injektion von Gift gekommen sein, und es sollte auf jeden fall ein Arzt auf gesucht werden. Australien ist das Einzigste Land auf der Welt das durch einen Schnelltest das passende Gegengift bestimmen kann. Allein aus diesem Grund sollte nicht an der Bissstelle manipuliert werden. Auch ist es nicht notwendig die Schlange zu fangen, die Gefahr eines weiteren Bisses ist zu groß, zumal die Schlange mit aller Wahrscheinlichkeit sehr angespannt sein dürfte.

 

Erste Hilfe bei Schlangenbissen.

Den Betroffenen bergen und aus dem Gefahrenbereich bringen. Denken Sie auch an Ihre eigene Sicherheit. Wirken Sie beruhigend auf den Betroffenen ein, um Panikreaktionen zu vermeiden. Den Verletzten, wenn möglich, nicht allein lassen.

Der Betroffene sollte sich möglichst wenig bewegen. Wer bei Bewusstsein ist, kann auf dem Rücken liegen, oder in leicht schräger Lage an einen Baum, Auto oder der gleichen gelehnt werden. Bewusstlose müssen in einer stabilen Seitenlage liegen.

Ringe und Armbänder abnehmen. Bei starker Schwellung besteht sonst die Gefahr der Abschnürung.

Das betroffene Gliedmaß wie auf den Bilder zusehen mit einer elastischen Binde verbinden.

Hierbei ist darauf zuachten das nicht zu stramm gewickelt wird ein abbinden sollte tunlichst vermieden werden.


 

Rascher Transport zum nächsten Arzt bzw. zur nächsten Klinik, wobei der gebissene nicht selber läuft sondern getragen wird.

Kontrolle der Atmung, des Kreislaufs und gegebenenfalls erste Hilfe-Maßnahmen wie Mund-zu-Mund-Beatmung.

 

 

Was man nicht tun sollte .

Manipulation an der Biss- und Einstichstelle wie Einschneiden, Aussaugen etc. Derartige Maßnahmen führen nicht selten dazu, dass größere Gefäße verletzt werden und das Gift aus dem Gewebe schneller in den Kreislauf gelangt.

Abbinden der betroffenen Extremität. Grundsätzlich ist das Abbinden nur bei Verblutungsgefahr sinnvoll.

Einreiben oder gar Spritzen irgendwelcher Hausmittel. Hierzu gehören auch
die zahlreichen alternativen "Heilmethoden" der örtlichen Wunderheiler (zum Beispiel das Auflegen irgendwelcher Kräuter oder Lehm  auf die Bissstelle oder das benutzen von Schlangenbiss-Set ). Solche Sets werden gerne verkauft es kann sogar sein das der eine oder andere nach Benutzung von ihnen überlebt hat.

Doch hier ein paar Zahlen aus der Statistik.

  •  In etwa 25% aller Giftschlangenbisse wird kein Gift abgegeben.

  •  In weiteren 25% aller Giftschlangenbisse wird eine solch geringe Menge Gift injiziert das sich der Betroffene auch ohne das eine Behandlung erfolgt  von dem Schlangenbiss erholt. (Was nicht heißen soll das jeder vierte nicht zum Arzt soll)

  •  Hinzu kommt eine Vielzahl von Schlangenbissen die als giftig betrachtet werden obwohl die Schlange keine Giftschlange ist.

 

Taipane.

Es gibt zwei Taipanarten, wobei der Inlandtaipan noch bis 1981 zu einer anderen Gattung gehörte (Parademansia). Heute ist der der von den australischen Ureinwohnern geprägte Name Taipan gleichbedeutend mit "große & extrem giftige Schlange", doch bis in die  späten 1940´er Jahre war diese Art kaum jemanden bekannt. Die Australier hatten sich mit den Gefahren abgefunden die im Osten und Süden von tödlichen Tigerottern, Schwarzottern, Braunschlangen, Australischen Kupferköpfen und Todesottern ausgehen, und die gerade Gegengifte entwickelt hatten, um deren Bisse zu bekämpfen, war die Entdeckung einer noch größeren u. giftigeren Art im Norden eine unerfreuliche Überraschung. 1950 wurde der erst 20 Jahre alte Schlangenfänger Keith Budden bei dem Versuch einen der ersten für die Giftforschung gefangenen Taipan in den Fangsack zustecken gebissen. Budden starb noch bevor der Taipan das Serum Labor in Victoria erreichte.

 

Küsten Taipan- TaipanN

Der australische Küstentaipan ist die größte und berüchtigtste Giftschlange Australiens, er besitzt dazu auch noch die längsten Giftzähne (12 mm) von allen australische Giftschlangen. Er kann bis zu 3.5 Metern Lang werden, meist jedoch nur 1,5 Meter. Hat große funkelnde Augen und einen cremefarbenen Kopf, einen hell- bis dunkelbraunen Körper, der zu den Seiten hin heller wird. Er lebt in Nord- und Nordostaustralien.  In der Regel  flieht der Taipan wenn er auf Menschen trifft doch wenn er erschrocken oder gereizt wir, beißt  auch er wiederholt und kräftig zu. 

Taipane sind schlanke, schnelle bewegliche Schlangen, die sich von gefährlicher Beute ernähren, wie Ratten und Beutelmarder. Bei der Jagt auf diese Beutetiere setzen sie nicht auf Kraft, sondern  auf Geschwindigkeit, sie können sich beim erlegen Ihrer Beute schnell verletzen wenn sie Ihr Opfer nicht schnell töten. Sie haben deshalb für Giftnattern ungewöhnlich lange Giftzähne und ein sehr starkes, und schnell wirkendes Gift entwickelt. Trotz alledem ist der Taipan eine eher eine scheue Schlange, die lieber flieht als anzugreifen, doch sollte sie in die Enge getrieben werden , wird er zur gefährlichsten Schlange der Welt, die wiederholt heftige Angriffsattacken bis hoch oben am Körper austeilen kann. Der Taipan ist für Australien was die Schwarze Mamba für Afrika ist.

 

 

  

Inlandtaipan. N

Die Schlange mit dem stärksten Gift. Ein großes Exemplar kann mit der Giftmenge eines Bisses bis zu 250 000 Mäuse töten  LD50 - Wert  0,025 mg. Der Inland Taipan lebt vorwiegend in einem kleinen Gebiet in den heißen Wüstengegenden von West Queensland in Steinwüsten oder ausgetrocknetem Schwemmland, es gibt jedoch Berichte über vereinzelte Sichtungen im südlich gelegenen New South Wales. Aufgrund seiner geringen Verbreitung ist die Spezies vom Aussterben bedroht, dies jedoch nur indirekt, da ihr Lebensraum im Outback weit abgelegen und damit sicher ist.
Inlandtaipane haben eine dunkelbraune bis Olivefärbung, die über die Jahreszeiten variiert; dabei nimmt die Färbung im Winter dunklere und im Sommer hellere Tönungen an. Die braunen Tiere besitzen entweder eine braun-rote oder braun-gelbe Bauchseite und die Färbung ihres Rückens verläuft zum Kopf hin gegen Schwarz, wobei der Kopf selbst meistens vollkommen schwarz ist. Die olivfarbenen Tiere besitzen diese Auffälligkeiten hingegen nicht; ihre Bauchseite und ihr Kopf besitzen die gleiche Farbe, nur bei einigen Exemplaren sind Bauch und Kopf dunkler gefärbt. Die Rückenschuppen beider Farbarten besitzen ab etwa einem Viertel der Körperlänge eine schwarze Färbung um die Spitze herum. Das dadurch entstehende charakteristische Muster ist häufig ungeordnet, verläuft jedoch zumindest an einigen Stellen in Form von diagonalen Linien quer zum Körper. Die Körperlänge beträgt bis zu 2,5 m, wobei der Durchschnitt bei etwa 1,8 m liegt. Ihr Kopf geht ohne Abhebungen direkt in den Körper über. Verwechslungsgefahr besteht mit der schwarzköpfigen Form der Westlichen Braunschlange (Pseudonaja nuchalis), welche dünner ist und ein anderes Schuppenmuster besitzt.
 
Der Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus, veraltet Parademansia microlepidota) wurde zuerst von Sir Frederick McCoy 1879 beschrieben. Im Englischen wird sie auch, Small Scaled Snake, Western Taipan oder Fierce Snake genannt. Letzterer Name bedeutet übersetzt Wilde Schlange und wird im allgemeinen Sprachgebrauch am häufigsten verwendet. Der Inland Taipan erhielt diesen Namen von Farmern, weil er bei der Jagd manchmal so aussieht, als würde er das Vieh auf dem Weideland jagen. Der Inlandtaipan war aufgrund seiner Seltenheit und speziellen Lebensweise die bislang letzte in Australien bekannt gewordene Schlange. Aufgrund ihrer Entdeckungsgeschichte und starken Giftigkeit wurde sie Mitte der 1980er Jahre Australiens bekannteste Schlange. Aufgrund ihrer Giftigkeit wird dem Inlandtaipan häufig ein so aggressiver Charakter wie dem Küstentaipan zugesprochen. Dies ist jedoch nicht zutreffend, da es vielmehr scheue Tiere sind, welche beim Anzeichen von Gefahr flüchten und sich in Erdlöchern verstecken. Ist eine Flucht jedoch nicht möglich, so wechseln sie in eine defensive Haltung und warten einen günstigen Moment ab, um den Angreifer zu beißen. Bei einer Begegnung mit dieser Spezies sollte man sich daher niemals sicher fühlen, wenn die Schlange einen ruhigen Eindruck macht, da sie häufig auch bei der Flucht unerwartet nach hinten zuschnappt. Wie die meisten Schlangen behält selbst der Inlandtaipan sein aggressives Verhalten nur bei, solange er glaubt, dass man eine Gefahr darstellt. Sobald er bemerkt, dass man ihm nichts zu Leide tun will, verliert er jegliche Aggressivität und es ist möglich sich nahezu gefahrlos in seiner Nähe aufzuhalten. Inlandtaipane sind ausschließlich tagaktiv. Sie zeigen eine Hochspezialisierte Lebensweise, die untrennbar mit einer einheimischen Ratte verbunden ist, der Plague Rat (Rattus villosissimus). Der Inlandtaipan ernährt sich ausschließlich von Kleinsäugern. Neben der bevorzugten Plague Rat sind dies Mäuse (Mus musculus) und die Springbeutelmaus (Antechinomys laniger).
 

 

             

 Todesotter. N
Die
Todesotter gehört zur Familie der Elapidae (Giftnattern).
Ihr Verbreitungsgebiet ist Australien und Neuguinea. Sie bewohnt das Outback, lichte Wälder und gelegentlich auch Sumpfgebiete. Dort vergräbt sie sich überwiegend unter Kies, Sand, Laubwerk und Baumrinde und lauert auf ihre Beute.
Auf dem Speiseplan des dämmerungsaktiven Reptils stehen Kleinnager, Vögel und Reptilien. Um die Beute in Griffnähe zu locken, schlägt die Todesotter mit der dünnen Schwanzspitze und täuscht einen Wurm oder Ähnliches vor.
Die Farbe der Todesotter variiert zwischen Rot, Grau oder Braun mit Querbändern, die dunkler oder heller als ihre Grundfarbe sind. So ist das Tier gut an seine Umgebung angepasst.
Ihren Namen verdankt die Todesotter vermutlich vom Englischenwort "deaf adder" (taube Otter) welche sie von den frühen Siedlern bekommen hatte, da Ihren Beobachtungen zufolge die kleine stämmige Schlange nicht wie andere australische Schlangen floh sonder an Ihrem Platz verharrte, nahmen sie an sie sei taub. Natürlich sind alle Schlangen taub für Töne die durch die Luft übertragen werden, sie sind aber durchaus in der Lage Vibrationen über den Boden zu spühren. ihrem Aussehen: Der breite, deutlich vom Hals abgesetzte, fast dreieckige Kopf, die überstehenden Brauenschilder, die raue Beschuppung, der dicke und stämmige Leib sowie der relativ kurze Schwanz, der in einer Stachelspitze endet, geben der Giftnatter das Aussehen einer Otter. Die senkrecht-elliptischen Pupillen und die vorn überstehenden Brauenschilder geben dem Gesicht der Schlange einen drohenden Ausdruck.
Die Todesotter erreicht maximal eine Länge von einem Meter.
Wie alle Schlangenarten fehlt auch der Todesotter eine Harnblase. Das Begattungsorgan der Männchen kann bei der Befruchtung durch die Kloakenspalte nach außen gestülpt werden. Das Weibchen ist lebend gebärend und bringt bis zu 20 Jungtiere zur Welt.
Die Todesotter zählt zu den giftigsten Schlangen der Erde. Ihr Gift ist wirksamer als Kobragift. Sie ist nicht aggressiv, flüchtet bei einer Bedrohung aber nicht, sondern vertraut auf ihre hervorragende Tarnung.
 

 

 

Tigerotter. N 
Die Tigerotter gehört zur Familie der Elapidae (Giftnattern). Die Gattung der Tigerotter umfasst zwei Arten, die Schwarze Tigerotter und die Gewöhnliche Tigerotter sowie mehrere Unterarten.
Die Tigerotter hat einen stämmigen Körperbau und wird, je nach Unterart, zwischen 1,50 und 1,80 Meter lang.
Der Verbreitungskreis beschränkt sich auf Australien, Tasmanien und auf die Inseln der Bass-Meeresenge. Der bevorzugte Lebensraum sind feuchte Flussniederungen und feuchte Waldgebiete.
Die Tigerotter hat kein festgelegtes Beuteschema und reagiert auf alle Lebewesen, die sich bewegen. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Fröschen, Kleinsäugern und Reptilien. Sie ist tag- und dämmerungsaktiv.
Ihren Namen verdankt die Tigerotter ihren gelben Bändern, die die variierenden Grundfarben unterbrechen. Diese Tigerzeichnung findet man nur bei den Tigerottern, die auf dem Festland leben. Ihre Inselverwandten sind pechschwarz gefärbt und werden größer als die Artgenossen auf dem Festland.
Die Größenunterschiede sind auf das Nahrungsangebot zurückzuführen. Auf den Inseln, auf denen große Beutetiere leben, wird auch die Tigerotter größer.
Auf Chappel Island hat die Schwarze Tigerotter eine bemerkenswerte Fressgewohnheit entwickelt. Ihre Nahrungsaufnahme beschränkt sich auf die Brutzeit der Sturmvögel. In dieser Zeit ist es ihr möglich, viel Fett zu speichern. Für die restliche Zeit des Jahres ist die Nahrung sehr knapp. Durch ihre Anpassungsfähigkeit an erzwungene Hunger- und Fastenzeiten werden Tigerottern auf Chappel Island fast doppelt so groß wie die des Festlands.
Die Tigerotter ist lebend gebärend und zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Fruchtbarkeit aus. Über 40 Jungtiere kann ein Weibchen zur Welt bringen.
Die Tigerotter ist höchst giftig und verantwortlich für einen hohen Anteil der Todesfälle durch Schlangenbisse in Australien

    

 

Collett- Schwarzotter. N

Diese seltene und wunderschöne australische Schlange kann für den Menschen tödlich sein, sie lebt jedoch zurückgezogen, und es gibt noch keinen Bericht, das sie je einen Menschen angegriffen hat.

Sie wird bis zu 2,5 m. Der Körper ist braun oder schwarz mit orangen oder roten, an den Seiten zusammenfließenden Flecken.

Kommt nur im mittleren Queensland vor.

 

 

Mulgaschlange oder King-Brown. N

Nur drei der sechs Arten von Schwarzottern sind vollständig schwarz gefärbt. Die am häufigsten verbreitete Art die Mulgaschlange, ist braun, die Colleti -Giftnatter ( P .colletti)  zeigt eine hübsche Kombination aus Schwarz und Rot und die Butler -Giftnatter (P.butleri) ist schwarz mit gelben Punkten.Die Gattung ist in fast ganz Australien und Neu Neuguinea sehr weit verbreitet und fehlt nur im Südwesten Australiens, Tasmanien und im Nördlichen Neuguinea. Fünf Arten legen Eier nur die südlichste Art der Gattung, die Rotbäuchige Schwarzotter (P. porphyriacus) aus NSW. und Vic. behält ihre Eier bis zur vollständigen Reife im Körper und legt sie dann in einer membranartigen Schale ab, worauf die Jungen sofort schlüpfen.

Die Mulga oder aber auch King Brown ist die Weitverbreitteste Giftschlange Australiens, sie ist in der Lage sich beinahe jedem Lebensraum anzupassen. Der Name Mulga leitet sich von ihrem bevorzugtem Lebensraum den Akazien - (Mulga) Grasland ab. Eine große Mulga ist ein gefährlicher Gegner, der sich bis zum  Äußersten verteidigt. Sie spreizt den Nacken zu einem langen schmalen Hut auf, bevor sie sich bogenförmig aufrichtet und nach vorne wirft, um blitzartig zuzubeißen. Bissunfällesind zwar relativ häufig, das Gift der Mulga ist aber weniger wirksam, als das der echten Braunschlangen oder Taipane, so dass Todesfälle eher selten sind.

In Pilbara- Region in Westaustralien wird die Mulga auch als Pilbarakobra bezeichnet wohl wegen der Ähnlichkeiten wenn sie ihr Nackenschild aufspreitzt.

Die Verbreitung: Australischen Festland außer Süd- und Ostküste. Die Maximale Länge ist etwa  2,4 - 2,7 m Giftigkeit nach  LD50 - 1,94

 

Ungiftige Schlangen & Reptilien.

 

Schwartzkopf- Python

Diese bis zu 2 Meter groß werdende Schlange hat einen pechschwarzen Kopf und auf ihrem gelblich bis rötlichbraunen Körper dunkelbraune bis schwarze Querbänder. An kalten Tagen fängt die Schlange mit ihrem schwarzem Kopf die Sonnenenergie ein. Ihr Vorkommen erstreckt sich über die gesamten Nordhälfte Australiens. wir haben sie häufig in den frühen Morgenstunden direkt am Straßenrand gesehen wo sie sich auf den schon warmen Asphalt auf wärmten.

 

 

 

 

Dornteufel.

Diese Eidechsenart fällt wohl am ersten durch ihr Aussehen auf. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass sie unter Artenschutz steht und wegen ihre speziellen Nahrung (Armeisen + Termiten) nicht aus ihrer natürlichen Umgebung entfernt werden sollte. Macht ein paar Fotos und lasst sie ihrer Wege ziehen. Dornteufel haben eine ziemlich einmalige Art zu trinken. Kapillarkräfte ziehen die Feuchtigkeit nach oben wie in einem Schwamm. In Sekunden hat das Wasser den Hals und schließlich Augen und Maul erreicht .  Auf diese Weise saugen die Echsen täglich den Morgentau vom Sand.

 

 

Kragenechse.

Die Kragenechsen kommen im Norden Australiens  und auch noch im südlichen Neuguinea vor. Die Tagaktiven Kragenechsen bewohnen Buschland, offene Wälder und Grasland. Die meiste Zeit trifft man sie auf erhöhten Plätzen an, wie Bäume, Büsche sowie Termitenhügeln. Diese Echse trägt ihren Namen aufgrund eines Hautkragens der sich zu beiden Seiten des Kopfes befindet. Die Echse kann durch öffnen ihres Maules den Kragen aufstellen eine Verlängerung des Kieferknochen stützt dann den Kragen. Der Kragen erfüllt mehrere Aufgaben. Zum einen zur Drohgebärde um größer zu erscheinen, oder bei der Brautwerbung um für das Weibchen interessanter zu wirken. Zum anderen reguliert das Tier damit seine Körpertemperatur, da der Kragen von vielen Blutgefäßen durchzogen ist. So kann sie damit sowohl Wärme auf als auch abgeben.

Als Nahrung dienen große Insekten.

 

Blauzungenskink:
Der Blauzungenskink umfasst zahlreiche Arten und gehört zur Familie der Glattechsen (Scincidae) innerhalb der Unterordnung der Eidechsen (Sauria).
Blauzungenskinke bewohnen sowohl die Wälder als auch die trockenen Graslandschaften Australiens und Tasmaniens. Nur die Papuanische Riesenblauzunge (Tiliquas gigas) lebt auf Neuguinea, den Molukken und den Key-Inseln.
Alle Blauzungen haben relativ kurze Beine und einen verhältnismäßig langen, walzenförmigen Körper. Der Kopf ist kräftig und abgeflacht. Sehr auffällig ist die kurze kobaltblaue Zunge. Ausgebrochene Zähne werden durch neue ersetzt. Die glatten, glänzenden Schuppen liegen eng an und sind von braun-grauer Farbe; manche Arten weisen auch Querstreifen auf. Wie bei allen Skinken ist der eher kurze Schwanz sehr brüchig. Die größten Arten erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 60 cm.
Wird der Blauzungenskink bedroht, bläht er sich auf, faucht und streckt die blaue Zunge heraus.
Auf dem Speiseplan stehen Insekten, kleine Wirbeltiere, Schnecken, Würmer, Eier, Früchte, Sämereien, Pilze und Blüten.
Blauzungenskinke sind lebend gebärend. Die meist vier Embryonen entwickeln sich ohne Eihülle in den Eileitern des Muttertiers, wo sie durch ein plazentaartiges Organ mit Nährstoffen versorgt werden.

 

 

 
Mertens Wasserwaran.

Der Mertens Wasserwaran gehört in die Unterordnung der Echsen und zur Familie der Warane.
Sein Verbreitungsgebiet ist die nördliche Hälfte Australiens. Dort bewohnt der Wasserwaran Feuchtgebiete.
Der Mertens Wasserwaran erreicht eine Länge von bis zu 1,3 Metern. Seine Schuppen sind dunkelolivbraun gefärbt.
Das Reptil ist eine von mehreren hoch aquatischen Formen. Bei den Wasserliebenden Waranen ist der Schwanz seitlich stark zusammengedrückt, die Tiere führen damit beim Schwimmen kraftvolle seitliche Wellenbewegungen aus.
Die Nasenlöcher befinden sich auf der Oberseite der Schnauze. Im Gegensatz zu anderen Waranarten verfügt das Reptil über Nasenventile, die es verschließen kann. Das erlaubt ihm, die Beute auch unter Wasser zu verschlingen.
Auf ihrem Speiseplan stehen Fisch, Krabben und Frösche. Der Mertens Wasserwaran ist in der Lage, Fische bis zur vierfachen Größe seines eigenen Kopfes an einem Stück zu verschlingen. Als einzige Echsenfamilie können Warane ihren Unterkiefer etwas auseinander biegen; das Gehirn ist durch den dicken Schädelboden vor Verletzungen geschützt.
Wie alle Waranarten ist auch der Mertens Wasserwaran ein Einzelgänger, der sich mit Artgenossen nur zur Jagd von größeren Beutetieren und zur Paarung zusammenfindet.
Die Paarung findet zwischen Juli und August statt. Zur Fortpflanzungszeit tragen die Männchen Zweikämpfe aus. Dabei stellen sich die Reptilien auf die Hinterbeine und die Schwanzwurzel und führen einen "Ringkampf" aus. Erst, wenn der Stärkere seinen Gegner hintenüber gestoßen hat, ist der Kampf vorüber. Der Sieger darf das Weibchen begatten.
Nach der Paarung legt das Weibchen bis zu 14 Eier, die nach maximal 215 Tagen schlüpfen.
Der Waran ist stark auf den Geschmacks- und Geruchssinn fixiert und züngelt häufig nach Partikeln in der Luft. Die Zunge ist, wie bei der Schlange, tief gegabelt. Obwohl er zugleich gut sehen und hören kann, werden Balz und Paarung überwiegend durch chemische Reize gesteuert.
Die Umgebungstemperatur beeinflusst die Körpertemperatur der Reptilien. Sie müssen über ihre Haut besonders viel Wärme durch die Sonnenstrahlung aufnehmen. Erst dann werden sie aktiv. Kühlt der Körper des Mertens Wasserwaran im Wasser auf unter 17 °C ab, muss das Tier das Wasser verlassen und sich an Land aufwärmen.
Bei Gefahr flüchten die guten Taucher ins Wasser.

 

 
Gouldswaran


Der Gouldswaran gehört in die Unterordnung der Echsen und zur Familie der Warane.
Der Lebensraum des Gouldswaran sind Sandgebiete in ganz Australien mit Ausnahme des südöstlichen Victoria.
Der Gouldswaran ist nach dem Varanus giganteus die zweitgrößte und häufigste Art Australiens. Er erreicht eine Länge von bis zu 1,5 Metern.
Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit bei der Fortbewegung wird der Gouldswaran auch "Rennpferd-Waran" genannt. In Australien sind die Tiere auch unter dem Namen "Floodplain Monitors" bekannt.
Alle Waranarten besitzen einen langen Hals, kräftige Krallen und mächtige Schwänze. Wird ein Waran bedroht, versucht er den Angreifer mit seinem Schwanz zu schlagen, und verteidigt sich mit Bissen und den scharfen Krallen.
Bei Revierkämpfen und zur Fortpflanzungszeit tragen die Männchen Zweikämpfe aus, bei denen meist jedoch Krallen und Gebiss nicht eingesetzt werden. Die Reptilien ringen auf den Hinterbeinen stehend miteinander, bis eines der Tiere zur Seite oder auf den Rücken fällt und sich unterwerfen muss.
Warane sind Einzelgänger, die sich nur zur Jagd von großen Beutetieren und zur Paarung zusammenfinden.
Die Paarung findet in den Sommermonaten statt. Zur Fortpflanzung legt das Gouldswaran- Weibchen Eier. Diese Eiablage findet während der Trockenzeit zwischen Juli und August statt.
Ein Gelege umfasst zwischen fünf und acht Eier, welche vom Weibchen in eine zuvor ausgehobene Grube abgelegt werden. Nach der Eiablage scharrt das Weibchen die Grube sorgfältig zu.
Nach dem Schlüpfen sind die Jungen auf sich gestellt und müssen sogar vor den eigenen Artgenossen auf Bäume flüchten.
Auf dem Speiseplan des Gouldswaran stehen Insekten, Eier, Eidechsen, Frösche, Vögel, Schlangen, Aas und sogar die eigenen Nachkommen.
Zum Aufspüren ihrer Nahrung dient ihnen nicht nur die Nase, sondern auch das Jacobsonsche Organ und die lange, schmale, tief gespaltene und weit herausstreckbare Zunge, mit der die Tiere sehr differenziert Gerüche bis zu einer Entfernung von mehreren Kilometern wahrnehmen können.
Reptilien, die eine gegabelte Zunge besitzen, nehmen Düfte verstärkt wahr. Die Zunge wird ausgefahren, züngelt wiederholt hin und her und nimmt dabei chemische Duftstoffe auf, die von den hoch empfindlichen Sinneszellen ausgewertet werden.
Der Gouldswaran ist im Gegensatz zu anderen Echsen auch in Gebieten mit großer Hitze tagaktiv. Die Umgebungstemperatur beeinflusst die Körpertemperatur der Warane. Sie müssen über ihre Haut besonders viel Wärme durch die Sonnenstrahlung aufnehmen. Erst dann werden sie aktiv.
 

 

Perentie, Grosswaran

Der Perentie ist der größte Waran in Australien. Er gehört zur Untergattung Varanus.
Die Grundfärbung ist braun, der Rücken und die Seiten sind mit einer Reihe großer cremefarbener bis gelblicher Flecken bedeckt, die in Querreihen über den Rücken und den Schwanz angeordnet sind. Jeder helle Fleck ist umgrenzt von einem dunkelbraunen oder schwarzen Rand. Die schwarzen Umrandungen auf dem Nacken fließen an den Seiten ineinander und bilden dort ein Netzmuster, das sich auch über den Kopf und die Kehle erstreckt. Die Gliedmassen sind dunkelbraun mit cremefarbenen oder gelben Tupfen. Die Färbung der Unterseite ist weißlich. Bei Jungtieren ist die Rückenzeichnung sehr intensiv, wird aber mit zunehmendem Alter kontrastärmer. Ein Temporalstreifen ist nicht vorhanden. Die Kopfschuppen sind klein, glatt und unregelmäßig. Das Nasenloch steht seitlich, es ist etwa zweimal so weit vom Auge entfernt als zur Schnauzenspitze. 240-290 Schuppenreihen sind um die Körpermitte angeordnet. Der Schwanz ist, außer an der Basis, stark seitlich zusammengepresst mit einem deutlich sichtbaren Doppelkiel auf der hinteren Hälfte. Die Länge beträgt etwa 1,3 mal die Rumpflänge. Die Schwanzschuppen sind nicht gekielt. Da die Schuppen der Schwanzunterseite größer sind als die der Oberseite, sind sie in unregelmäßigen Ringen angeordnet. Die Durchschnittsgesamtlänge Gesamtlänge beträgt 160 cm, aber Tiere mit mehr als 200 cm GL wurden schon gefunden.

auf das Bild klicken um die Karte zu vergrössernDie Verbreitung des Perenties erstreckt sich von der Westküste zwischen Carnarvon und Port Headland durch das Zentrum bis nach Mt. Isa im Osten. Im Norden reicht seine Verbreitung von Tennant Creek bis nach Coober Pedy im Süden. Der Perentie ist ein ausgezeichneter Kletterer in felsigem Gelände, man trifft ihn aber auch in Dünengebieten. Seine Heimat aber sind die Rocky Outcrops, mittelgrosse bis grosse Anhäufungen von Felsbrocken, wo er sich in den Zwischenräumen Verstecke suchen oder selber Höhlen graben kann.

 

Fortplanzung

Perenties sind Eier legend. Es werden  6 - 11 Eier in eine extra dafür gegrabene Höhle gelegt. die Eier werden anschließend sich selber überlassen. Nach einer Zeit von 228-235 Tagen schlüpften die Jungtiere. Sie sind außergewöhnlich intensiv gezeichnet, haben eine Gesamtlänge von durchschnittlich 37,5 cm und ein Gewicht von 40 g.

 



Allgemeines über Echsen

Echsen bilden die wohl erfolgreichste und artenreichste Gruppe unter den heute lebenden Reptilien. Sie gehören, zusammen mit den Schlangen und den Doppelschleichen (Amphisbaenidae), zur Ordnung der Schuppenkriechtiere, die über 4.000 Arten umfasst.

Echsen sind mit Ausnahme der Polarregionen weltweit heimisch. Der etwa 2 Zentimeter lange Zwerg-Gecko ist der kleinste Vertreter der Ordnung. Die größte Echse ist der über 3 Meter große Komodowaran. Der Lebensraum der Echsen reicht von Wäldern bis zu Wüsten, ihre Nahrung von Insekten bis zu Ziegen. In manchen Fällen können Echsen sogar ihre Farbe an die Umgebung anpassen oder durch die Luft gleiten, indem sie Hautlappen als Fallschirme benutzen.

Von Schlangen unterscheiden sich Echsen hauptsächlich durch ihre Beine. Zudem verfügen sie über Ohröffnungen und bewegliche Augenlider - und ihre Kiefer weisen eine weitaus geringere Flexibilität auf. Die meisten Echsen haben vier Beine mit fünf Zehen an jedem Fuß, obwohl auch einige Arten existieren, die ihre externen Gliedmaßen verloren haben.

Echsen sind bekannt für ihre Schnelligkeit, Aufmerksamkeit und ihre Fähigkeit, geschickt über Hindernisse zu klettern, was ihnen die Flucht vor ihren Verfolgern erleichtert. Die meisten Arten sind harmlos, doch sobald sie in Bedrängnis geraten, können sie durchaus schmerzhaft zubeißen. Lediglich die mexikanische Krustenechse sowie die Gila-Krustenechse sind zudem mit Gift ausgestattet. Dieses ähnelt zwar dem Schlangengift, stellt für uns Menschen allerdings keine große Gefahr dar.

 

Allgemeines über Schildkröten

Schildkröten und Wasserschildkröten gehören zur Ordnung der Chelonia, die zu den ältesten Reptilienordnungen zählt. Die frühen Schildkröten entwickelten sich vor über 200 Millionen Jahren etwa zeitgleich mit den frühen Dinosauriern, und viele Familien haben sich seit dieser Zeit kaum verändert. An ihrem schnabelartigen, zahnlosen Kiefer und ihrem harten Panzer, der aus knochigen, sich überlappenden Platten besteht, sind Schildkröten leicht zu erkennen. Wasserschildkröten wie Sumpfschildkröten haben zumeist Schwimmfüße und ein eher niedriges Panzerprofil, um effektiv schwimmen zu können, während terrestrische Arten wie die Landschildkröte schwerere klumpige Füße und einen kuppelartigen Panzer aufweisen.

Weltweit existieren über 300 Schildkrötenarten. Viele von ihnen leben im oder nahe am Wasser. Am bekanntesten sind wohl die Meeresschildkröten, obwohl ein Großteil der Arten im Süßwasser oder auf dem Land lebt. Alle Schildkröten atmen Sauerstoff und legen ihre Eier an Land ab, ungeachtet dessen, wo sie ihr Leben verbringen. Schildkröten werden oft als friedliche Tiere betrachtet, doch viele von ihnen sind Jäger und fressen alle Arten von Tieren - von kleinen Wirbellosen bis hin zu Fischen und anderen größeren Lebewesen. Einige Schildkröten, wie zum Beispiel die außergewöhnliche Matamata  aus Südamerika und die amerikanische Geierschildkröte, haben raffinierte Tarnungsformen entwickelt, die ihnen zu einem effektiven Fischfang verhelfen. Andere bleiben ihrem Ruf treu und bewegen sich langsam, während sie gemütlich die Vegetation abgrasen.

Schildkröten gelten in vielen Teilen der Welt als Delikatesse, sowohl wegen ihres Fleisches als auch wegen ihrer Eier. Viele Arten sind durch Jagd oder Verlust ihres Lebensraumes vom Aussterben bedroht. Andere, wie die Landschildkröten und die Rotwangen-Schmuckschildkröten, sind als Haustiere außerordentlich beliebt, weshalb ihre Populationen in der Wildnis stark dezimiert wurden.

Australischen Schlangenhalsschildkröten

Die Australischen Schlangenhalsschildkröten (Chelodina), gehört einer uralten Gattung halbaquatischer Schildkröten innerhalb der Familie der Schlangenhalsschildkröten. Die ältesten Fossilien (der Art Chelodina alanrixi) aus der Eozänperiode wurden in Queensland gefunden und erst 2001 beschrieben. Die Schildkröten dieser Gattung sind klein bis mittelgroß und haben ovalförmige Carapaxe. Der Hals ist länger als der Panzer und der Kopf läuft an der Schnauze eng zusammen. Ihre Heimat sind Neuguinea, Australien und einige umliegende Inseln. Bisher sind 14 rezente und zwei fossile Arten bekannt.

Zwei Besonderheiten sind bei dieser Gattung hervorzuheben: Bei Gefahr ziehen sie ihren Kopf nicht vertikal zurück, sondern legen ihn seitlich in einer Halsfalte unter den Panzer. Bei der nordaustralischen Schlangenhalsschildkröte werden zwar die Eier im Schlamm unter Wasser abgelegt. Die Inkubationszeit beginnt aber erst, wenn das Schlammloch ausgetrocknet ist.

Die Australischen Schlangenhalsschildkröten sind sehr begehrte Terrarierentiere. Sieben Arten sind bereits in der Roten Liste der IUCN aufgeführt, zwei davon sind in ihrem Bestand gefährdet und eine (Chelodina mccordi) ist so selten, daß sie von den Händlern als „kommerziell ausgestorben“ eingestuft wurde und somit der legale Handel mit dieser Art untersagt ist.

 



 

 

 

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