Reisebericht NT.

Das Top End des NT haben wir schon 3x besucht, bei den Berichten kann es sein das die Erfahrungen von den Touren verschmelzen!

Hier in Darwin am Hafen beginnt unser kleines Abenteuer. Wir wollen uns das obere Ende des Northern Territory ansehen. Von Darwin aus geht die Fahrt zunächst Richtung Jabiru ( Kakadu NP.), dann weiter über Pine Creek, nach Katherine (Katherine NP. / Edith Falls), und schließlich über den Stu. Hyw. nach Mataranka  ( Elsey NP.). Hier endet die Fahrt und wir nehmen erneut Kurs Richtung Darwin und halten zum Schluss noch im Lamington NP. Nachdem wir uns bei einem kleinen Imbiss zum Sonnenaufgang am Hafen etwas von dem langen Flug erholt hatten, holten wir unseren Camper ab. Es sollte auch dieses Mal wieder ein Camper von NQ sein. Wir verzichteten nicht zuletzt wegen der höheren Preise auf einen 4WD und wollten stattdessen für einzelne Abschnitte auf jemanden zurückgreifen der in kleinen Gruppen entlegene Bereiche anfährt. In Darwin bezogen wir ersteinmal auf dem Hidden Valley Campingplatz unser Quartier. Von hieraus unternahmen wir diverse Touren in die nähere Umgebung. In Darwin selber gibt es für jeden etwas zu erkunden. Die div. Parkanlagen werden gerne zur sportlichen Betätigung nach der Arbeit genutzt, hier kommt man schnell mit einheimischen in Kontakt. Etwas ganz besonderes ist der Sunset Market. Hier erlebt man eine Mischung aus Flohmarkt und einem asiatischen Spezialitätenmarkt. Etwas ungewöhnlich war auch der Anblick derer, die mit Tisch und Stühle ihr Abendessen am Strand zum Sonnenuntergang einnahmen. Nach mehren Gesprächen haben wir erfahren, das es nicht gut wäre, im Lake Alexander zu baden, da er durch den geringen Wasseraustausch zu einer Brutstätte für Bakterien geworden sei. Einkäufe kann man gut bei Woolworth (es gibt 2 die fast nebeneinander liegen) erledigen. Ganz in Stadtnähe gibt es zweimal die Möglichkeit, Krokodile zu bestaunen. Im Crocodylus Park eher mit wissenschaftlichen Hintergrund und im Crocodil- Park etwas spektakulärer, wir haben beide gesehen und von beiden etwas Positives mitgenommen.

Wir ließen Darwin hinter uns, um Richtung Jabiru zu fahren. Es gibt genügend Möglichkeiten unterwegs halt zu machen. Am Fogg Dam erkundet man während einer nicht allzu anstrengenden Wanderung die Wetlands mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt. Am Mary River übernachteten wir auf gleichnamigem Campingplatz. Frei über das Gelände laufen hier Pferde herum und der Platz ist ziemlich einfach gehalten, was sich am deutlichsten bei den Duschen und Toiletten zeigte. In einer großen Scheune waren hier ein paar Kabinen als Duschen abgeteilt. Das warme Wasser wurde in einem altem Ölfass über offenem Feuer erzeugt! So etwas hatten wir bis jetzt noch nicht gesehen (der Norden ist doch etwas anderes als die Ostküste). Das einzigste, was etwas störte, war die Tatsache, dass man im Dunkeln die Hinterlassenschaft der Pferde nicht sehen konnte J. Als die Sonne aufging, waren wir bereits auf den Beinen um dem Weg entlang des Marry Rivers zu folgen. Wenige Tage zuvor hatte hier ein Buschfeuer seine Spuren hinterlassen. Es roch überall noch nach Feuer  und hier und da stieg sogar noch Rauch auf. Der Fluss lag ohne jede Regung in seinem Bett als sich die Morgensonne in ihm spiegelte. Schon schwer vorstellbar, dass es hier von Krokodilen wimmeln soll! Doch etwas später waren wir froh, dass wir uns auf unseren Verstand und nicht auf die Augen verlassen hatten. Zwei Krokos tauchen wie aus dem Nichts auf und man konnte noch nicht einmal eine Bewegung der Wasseroberfläche wahrnehmen. Ansonsten gab es viele kleine und große Vögel, sowie ein paar Kängurus zu sehen. Allerdings nervten die Buschfliegen sehr, aber das gehört wohl dazu.

Bird Billabong

Etwas später machten wir uns auf den Weg zum Bird Billabong. Entlang eines gut zu bewältigenden Weges entspannten wir in dieser herrlichen Umgebung. Das Hinweisschild am Anfang sollte sich als äußerst nützlich erweisen. 1,4 km in 1,5 Stunden, Hut und Wasser sollten mitgenommen werden. Es gab nur wenige schattige Plätze und ledig der Wind ließ etwas Erfrischung aufkommen. Zum guten Schluss sahen wir noch einige Schwarze Kakadus.

Mamulaka

Ein paar km vor der Einfahrt zum Kakadu NP. lagen die Mamulaka Wetlands. Von einer Beobachtungsplattform aus konnten hier die verschiedensten Wasservögel beobachtet werden. Unter einem Steg, der zu der Plattform führte, entdeckten wir einen Waran der unbeirrt seines Weges ging. Als wir in Jabiru auf dem Campingplatz ankamen, entspannten wir erst einmal in dem herrlichen Pool und zum Abendessen gab es frischen Baramundi und ein kühles Bier.

 

Jim- Jim

Die Fahrt zum Jim- Jim Falls überließen wir Seb Lord einem kleinen Safariunternehmen. Wir waren im Aug. hier und von dem tosendem Wasserfall war außer einer feuchten Wand nicht viel übrig. Die Anfahrt hierher ist auf den ersten Kilometern  noch mit einem normalem Auto zu schaffen. Doch gegen Ende der Strecke wird der Track ziemlich rau. Wer zudem weiter zum Twin- Fall will, der schafft die Durchquerung des Jim Jim Creek nicht. Vom Parkplatz aus führt ein Weg zu einer Stelle, an der ein Netz durch den Fluss verhindern soll, das Krokodile zu den Fällen hinauf schwimmen. Ausgestattet mit Schwimmbrett und Flossen schwammen wir etwa 1 km Fluss aufwärts zum Fuß der Twin- Falls. Zwar waren hier schon ein paar Leute aber es gab genügend ruhige Stellen um diese beeindruckende Kulisse in sich aufzunehmen.

 

 

 

Nourlangie- Rock

Etwas was wir schon bei unserem ersten Aufenthalt im Kakadu NP. machen wollten, war der Barrk Sandstone Bushwalk. Entlang des Nourlangie- Rock  dieser ca.12 km lange Wanderweg führt einen durch lichten Bush, bizarre Sandsteinformationen und offenes mit Sperrgras bewachsene Ebenen. Während dieser Wanderung ist uns außer ein paar Wollebies und die überall anzutreffenden Kakadus niemand begegnet. Der Track ist sehr anstrengend, und man sollte pro Person mindestens 3-4 Liter Wasser und auch etwas zu Essen mitnehmen. Das Sonnenschutz getragen werden soll ist wohl jedem klar. Unter einem Überhang der Schutz vor der Sonne bietet können Rock Arts besichtigt werden. Nach etwa 6 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Erschöpft aber zufrieden über unsere Leistung, ließen wir den Rest des Tages am Pool ausklingen.

 

 

 

Gebuchte Tour Arnhem Land

Eine weitere Tour mit Seb unternahmen wir ins Arnhem Land. In einer kleinen Gruppe von 6 Personen wurden verschiedene Orte um die Siedlung Oenpelli angefahren. Bei Wanderungen wurde uns viel über die Kultur und die Lebensweise der Ureinwohner erklärt. Diesen Part übernahm Rick ein Aboriginal. Übrigens in Oenpelli sind Souvenirs (Digi und co.) bis zu 60% billiger als in Darwin oder Katherine. Da hat man die Kosten für die Fahrt schnell eingespart. Diese Gegend ist anders als Ubirr man kommt hier näher in Kontakt mit der Vergangenheit der Ureinwohner, die nicht ohne grund mit viel Stolz gerne über ihr Kulturelleserbe erzählen. zum Angebot gehörte auch sogenannte Bush Tucker, neben Palm- Herzen gab es div. Früchte und Samen und zum Schluss grüne Ameisen, die wirklich nach Zitrone schmecken! Doch Vorsicht sie beißen zurück!

Blick auf Oenpelli & Rock Art

 

Wir unternahmen im Kakadu NP. noch verschiedene Wanderungen (ein kl. Buch Kakadu by Foot ist recht hilfreich). Beim Mirray Lookout erreicht man nach einem steilen Anstieg eine Aussichtsplattform, die bei unserem Besuch schon fast von Bäumen überragt wurde. Am Ubirr Rock finden sich allabendlich eine Vielzahl von Leuten ein um den Sonnenuntergang zu bestaunen. An den Buba Wetlands ist eine Strecke von ca.5km. in 2-3 Stunden zurückzulegen, (ACHTUNG KROKODILE) man ist hier fast alleine unterwegs und kann die Natur genießen.

Yellow Waters

Von Coinda aus nahmen wir an einer Boots tour durch das Sumpf Gebiet des Yellow Waters teil kleiner tipp! Wer bis zum Schluss mit dem einsteigen in den Zubringer Bus wartet der kommt meistens auf ein nicht all zu volles Boot. Auf dem Campingplatz liefen bei unserem Aufenthalt wilde Pferde übers Gelände. Ansonsten braucht man zu Yellow Waters nicht viel schreiben den es gibt genügend drüber in jedem Reiseführer zu lesen.

Pine Creek eine Tankstelle am Hyw. so mag es vielen die hier vorbeikommen erscheinen. Doch wer Zeit hat der sollte sich hier etwas genauer umschauen, es lohnt sich! Von einem Lookout hat man einen überblick über die Goldmine (die anfahrt ist für große Camper ein Erlebnis). Unten in der "Stadt" sieht man wie die alte Eisenbahn Restauriert wird.

Katherine ist nach Darwin eine Stadt in der man seine Vorräte auffüllen kann, ein großes Einkaufszentrum bietet dazu die Gelegenheit. Div. Campingplätze stehen zur Auswahl für jeden Geschmack der richtige. Wir haben jedes mal auf dem CP. in der Gorge Übernachtet (die 35km. zur City sind schnell gefahren). Der CP. ist einfach aber gepflegt, im Visitor Center gibt es ein Restaurant mit Herrlicher Terrasse. Von hier kann man bei einbrechender Dämmerung die Flughunde beim Aufbruch in die Nacht beobachten. An der Rezeption können noch div. Kleinigkeiten gekauft werden. Ach so Bier gibt es nur in Verbindung mit einem Essen im Restaurant. Wer sich etwas bewegen und die Landschaft erkunden will, dem stehen Wanderungen von 11/2 Stunden bis zu 6 Tagen zur Auswahl. Außerdem hat man die Möglichkeit sich ein Kanu für ein paar Stunden oder Tage zu mieten, und durch die Schluchten zu paddeln. Wir haben unser Zelt und Proviant eingeladen und sind mit dem Kanu bis zur 5 Schlucht gerudert um hier das Zelt auf zu Bauen. Schwimmen und die Schluchten erforschen stand auf dem Programm. Anglerherzen schlagen höher wenn man einen dieser Baramundies am Hacken hat. An einigen Flussufern sind Übernachtungsplätze eingerichtet, zum Schutz der Tierwelt sollten auch nur diese genutzt werden. Wer sich hier auf aufgehalten hat der sollte nur seine Fußabdrücke zurück lassen! Es gibt leider immer noch welche die da anderer Meinung sind! Demjenigen dem die Natur am Herzen liegt der wird bestimmt nichts dagegen haben etwas vom Müll der anderen mit zurück zunehmen. Danke!

Fortsetzung folgt!

Versprochen J

 

 

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